Overhage Röhren- und Stahlhandel Ein stahlhartes Geschäft

Greven -

Seit dem Jahr 2000 führen die beiden Münsterländer Dietmar Durchholz und Karl-Heinz Bücker das Handelsunternehmen Overhage Röhren- und Stahlhandel und verfügen gemeinsam über mehr als 75 Jahre Stahl-Erfahrung.

Von Pia Weinekötter
Vor 18 Jahren übernahmen Karl-Heinz Bücker (links) und Dietmar Durchholz den Overhage Röhren- und Stahlhandel in Sendenhorst und verlagerten ihren Betrieb 2006 nach Greven an die Gutenbergstraße.
Vor 18 Jahren übernahmen Karl-Heinz Bücker (links) und Dietmar Durchholz den Overhage Röhren- und Stahlhandel in Sendenhorst und verlagerten ihren Betrieb 2006 nach Greven an die Gutenbergstraße. Foto: Pia Weinekötter

Hier guckt keiner in die Röhre – obwohl es genügend davon gibt. „Die kleinsten Röhren haben einen Durchmesser von acht Millimeter und eine Wandstärke von einem Millimeter, die größten einen Durchmesser von 800 Millimeter und eine Wandstärke von 25 Millimeter“, erläutert Dietmar Durchholz, einer der beiden Geschäftsführer des Overhage Röhren- und Stahlhandels die stahlharte Materie.

Seit dem Jahr 2000 führen die beiden Münsterländer Dietmar Durchholz und Karl-Heinz Bücker das Handelsunternehmen und verfügen gemeinsam über mehr als 75 Jahre Stahl-Erfahrung. Gelernt haben beide Groß- und Außenhandelskaufmann. Erfahrungen in großen Konzernen, Aufbau-Arbeit im Osten sowie leitende Positionen runden das Bild der beiden Unternehmer ab. So war es auch kein Wunder, dass der Sendenhorster Stahlhändler Manfred Overhage vor 18 Jahren auf der Suche nach einer Unternehmensnachfolge auf dieses Stahl-Duo verfiel.

Bücker und Durchholz kauften das Traditionsunternehmen Overhage und behielten den Firmennamen bei. „Der Name Overhage ist am Markt etabliert und gehört zu einer der bekannten Stahlhandlungen“, begründet Dietmar Durchholz diesen Schritt. Doch die gemietete Sendenhorster Immobilie erwies sich schnell als zu alt und zu klein. Bei ihrer Suche nach einem neuen Standort gingen die beiden Stahlexperten zurück zu ihren Wurzeln und übernahmen die Immobilie des mittlerweile insolventen Grevener Stahlhandels: ab 2006 erst als Mieter eines Teils und ab 2008 als Eigentümer des gesamten Objektes an der Gutenbergstraße 34.

Von Greven aus beliefern sie und ihr 20köpfiges Team ihre Kunden aus dem metallverarbeitenden Gewerbe – „vom Stahlbauer bis zur Maschinenfabrik“ – nicht nur im Münsterland, Emsland und Ruhrgebiet, sondern EU-weit. „Eigentlich sind wir vom Ursprung her ein reines Handelsunternehmen“, erläutert Dietmar Durchholz, „doch die Tendenz bei den Kunden geht dahin, immer mehr Bearbeitungsschritte auszulagern, am liebsten sogar komplette Baugruppen zu beziehen.“ Deshalb arbeiten die beiden Inhaber bereits seit mehreren Jahren an einer Erweiterung ihres Angebotes.

2015 gründeten sie in Sassenberg die LKM Laser Kanttechnik Münsterland mit einer Highend-Laserschneidmaschine und investierten am Grevener Standort in eine Plasmaschneidmaschine. „Schafft unsere Blechschere Stahlabschnitte bis zehn Millimeter Stärke, so sind mit Lasertechnik präzise Stahlzuschnitte bis 20 Millimeter und per Plasmatechnik sogar bis zu 60 Millimeter möglich“, erklärt Karl-Heinz Bücker, „so können wir unseren Kunden ein größeres Spektrum bieten.“

Ergänzt wird die Schneidtechnik noch durch eine große Abkantpresse, mit der man selbst großformatige Bleche bis 3 Meter exakt nach Wunsch kanten oder biegen kann. „Unser Service für unsere Kunden geht von der detaillierten individuellen Beratung über Sägen, Bohren, Lasern, Brennen, Strahlen, Kanten und Grundieren bis zur Logistik“, umreißt Durchholz das Lieferprogramm.

In ihrer Leidenschaft für Stahl sind sich die beiden Familienväter einig: „Wir arbeiten mit einem der schönsten Materialien: kreativ und zudem auch noch vollständig recycelbar.“

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