Greven Tafel-Kaffee-Aktion: Genug für alle

Greven -

Viele Dutzend Pfund Kaffee sind in der Redaktion abgegeben worden, noch mal deutlich mehr direkt in den Ausgabestellen der Tafel. Bei der Übergabe der letzten Spenden am Donnerstag (die so noch rechtzeitig zum Fest die Tafel-Kunden erreichten) sprach Redakteur Oliver Hengst mit Tafel-Leiterin Ingrid Koling über die Aktion.

Am Donnerstag nahm Ingrid Koling von Oliver Hengst Spenden entgegen, die in der Redaktion abgegeben worden waren, so dass sie noch passend zum Osterfest verteilt werden konnten.
Am Donnerstag nahm Ingrid Koling von Oliver Hengst Spenden entgegen, die in der Redaktion abgegeben worden waren, so dass sie noch passend zum Osterfest verteilt werden konnten.

Wie ist in diesem Jahr die Resonanz auf die Oster-Aktion ausgefallen?

Ingrid Koling: Ich kann die Grevener nur immer wieder loben, die sind einfach super.

Ist also genug Kaffee und Tee angekommen, um alle Familien mit einem Päckchen auszustatten?

Koling: Ja, es gab genug für alle. 100-prozentig ja.

Ein Pfund Kaffee ist schon für um die 3 Euro zu haben. Gibt es tatsächlich Menschen, die sich das nicht leisten können?

Koling: Oh ja, die gibt es. Wenn man Hartz IV hat, leistet man sich das nicht. Und auch die Tee-Spenden waren wichtig, weil ein großer Teil unserer Bürger Tee trinkt. Auch, dass Öl und Zucker gespendet wurde, war richtig super.

Überrascht es Sie, dass die Grevener immer so gut „mitziehen“?

Koling: Überrascht bin ich nicht, ich bin jedes Mal begeistert. Und unsere Mitarbeiter hier natürlich auch. Man gibt die Waren mit viel mehr Ruhe aus, wenn man weiß: Man hat auch was im Regal.

Für viele ist es an Feiertagen wichtig, etwas Besonderes auf den Tisch zu bringen. Für die Tafel-Kunden auch?

Koling: Ich finde vor allen Dingen, dass es als Geste ganz wichtig ist, dass man nicht alleine da steht. Ein großer Teil unserer Kunden kennen ja aus ihrer Heimat keine Ostern. Aber: Wenn alle anderen so etwas haben, will man mitmachen. Man will sich ja integrieren. Und wir haben hier auch nicht die Schwierigkeiten der Tafel in Essen. Bei uns läuft das alles glatt. Es gibt keine Rangelei im Eingang, es gibt keine Schwierigkeiten. Dadurch, dass wir auf Reserven zurückgreifen können, die uns die Grevener zum Glück immer wieder spenden, ist mehr Ruhe drin. Es gibt nicht diesen ganz, ganz furchtbaren Engpass. Dafür stehen die Grevener viel zu sehr hinter ihrer Tafel. Das ist einfach super.

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