Die Stadt hat mit Sturmfolgen zu kämpfen
Friederike: Arbeit für ein Jahr

Greven -

Ein langer Nachmittag Sturm. Ein ganzes Jahr Aufräumen. Die Stadt macht die Dimension deutlich.

Donnerstag, 25.01.2018, 21:40 Uhr aktualisiert: 28.01.2018, 13:30 Uhr
Schadensbilanz am Wilhelmplatz: Ein Baum entwurzelt, zwei Autos beschädigt (zum Glück saß niemand drin). Schäden sind an vielen weiteren Stellen im Stadtgebiet aufgetreten. Die Wälder sollten nach wie vor nicht betreten werden.   Foto: Günter Benning

Das Sturmtief Friederike als Jobgarant: Die Mitarbeiter der Technischen Betriebe Greven werden „noch circa ein Jahr mit den Schäden zu tun haben“. Das sagte André Kintrup, der im Rathaus den Bereich „Verkehr und Grün“ verantwortet, am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.

Dort legte er eine Bilanz des Sturmtiefs aus städtischer Sicht vor. Die liest sich so: In der Innenstadt sind 30 bis 40 Bäume entwurzelt oder so stark beschädigt worden, dass sie gefällt werden müssen. Im Außenbereich sind sogar rund 80 Stadt-Bäume betroffen. Der überwiegende Teil der Schäden betraf jedoch private Grundbesitzer, deren Bäume zum Teil auf Straßen und Gehwege stürzten.

Die akuten Schäden haben Bauhof-Mitarbeiter im Verbund mit der Feuerwehr kurzfristig behoben. Die gesamten Aufräumarbeiten werden jedoch noch bis zu vier Wochen dauern. Schäden an Banketten und Fahrbahnen, die durch angehobene Wurzeln entstanden sind, können erst im Frühjahr angegangen werden. In vielen Fällen müssen noch Astbrüche und andere Schäden an Bäumen abgearbeitet werden. Neue Bäume werden erst ab Herbst gepflanzt.

Unter dem Strich sprach Kintrup trotz der ausgeprägten Schäden davon, dass die Stadt noch „relativ glimpflich“ davongekommen sei. Auch, weil keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Und das, obwohl an der Messstation FMO immerhin Böen mit bis zu 126 Km/h gemessen wurden (Spitzenwert: Kahler Asten 143 Km/h).

Nach wie vor gelte die Warnung, die Wälder auf keinen Fall zu betreten und noch bestehende Straßensperrungen unbedingt zu beachten, appellierte Kintrup. Das sei am Sturm-Tag nicht immer beachtet worden. So habe es etwa an der Hanseller Straße vom Vosskotten bis zum Kreisel Grimmstraße und darüber hinaus bis in die Nordwalder Straße Staus gegeben. „Die Hanseller Straße war gesperrt, da drohten Bäume auf die Autos zu fallen. Erst durch den Einsatz der Feuerwehr, die zwei Fahrzeuge quer gestellt hat, konnten wir verhindern, dass Leute unter diesen Bäumen herfahren. Da fasst man sich an den Kopf. Das geht nicht“, wunderte sich Kintrup auch noch mehr als eine Woche nach dem Sturm über manche Mitbürger.

„Ein großes Lob gebührt den Mitarbeitern des Bauhofes, die bis spätabends, zum Teil in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, versucht haben, die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Dem beherzten Eingreifen der Kollegen ist es zu verdanken, dass es nicht noch mehr Schäden gegeben hat“, sagte Kintrup. Die Ausschussmitglieder schlossen sich dem Dank an.

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