Das Schlimmste ist überstanden Zum zweiten Mal steigt die Ems über sieben Meter – der Scheitel ist nun aber erreicht

greven -

Viel mehr regnen sollte es nicht. Die Ems hat ihren diesjährigen Höchststand von 7,15 Metern erreicht.

Die Ems ist hoch. Auch dem Grevener Beach kam die Ems ein beträchtliches Stückchen näher. Die Pegelkurve zeigt zwei klare Ausschläge innerhalb eines Monats. Nur wenige Meter sind zwischen Emspegel und der Brücke Nordwalder Straße Platz.
Die Ems ist hoch. Auch dem Grevener Beach kam die Ems ein beträchtliches Stückchen näher. Die Pegelkurve zeigt zwei klare Ausschläge innerhalb eines Monats. Nur wenige Meter sind zwischen Emspegel und der Brücke Nordwalder Straße Platz. Foto: Luca Pals

Einige Tage tobte Sturmtief „Burglind“ über weite Teile des Westens, mitgebracht hat es neben orkanähnlichen Winden nun auch Regen und damit Hochwasser. Betroffen davon ist auch die Ems im Grevener Stadtgebiet.

Der Pegel stieg zu Anfang des Jahres rasant an. Laut Klaus Feldmann von der Grevener Verwaltung stand der Pegel am gestrigen Freitag, Stand 12 Uhr Mittag, bei einer Höhe von 7, 15 Metern. Damit stehen die Fluten ähnlich hoch wie beim Hochwasser in den Tagen kurz vor Weihnachten – ein zweites Mal innerhalb eines Monats wurde somit die Ems überflutet, mit ihr auch Teile des Grevener Beach, das Volleyball-Feld steht komplett unter Wasser. Dieses wird laut Feldmann jedes Jahr einmal gereinigt und wird somit auch nach dem Hochwasser zu alter Pracht zurückkehren.

Der Zustand ruft nun die städtischen Deichexperten auf den Plan. Diese beauftragten die Deichwache, die nun vermehrt auf dem Deich der Ems „Patrouille schiebt“. Dieser Vorgang passiert laut Feldmann dann, wenn es kritisch wird, heißt konkret, wenn das Wasser die Marke von 6,15 Metern überschreitet. Diese Marke wird quasi rund um die Uhr kontrolliert und beobachtet, in puncto Deich sieht Feldmann noch keine Probleme: „Der Deich ist für eine Höhe von über neun Metern ausgerichtet“, und kann weiter beruhigen: „Da fehlen noch zwei Meter.“ Diese werden laut Feldmann nicht erreicht, das Schlimmste habe die Ems nun hinter sich. Bereits am gestrigen Freitag gab er bekannt: „Es ist langsam Ruhe eingekehrt.“ So habe der Pegel gestern Nachmittag seinen Scheitel erreicht, dieser würde sich erfahrungsgemäß bei der Ems lange halten – laut Klaus Feldmann „etwa zwei bis vier Tage“.

Vorbereitet auf solche Fluten sei die Ems allemal, schon in den 50er Jahren konnte man sie an mehreren Stellen laut Feldmann ausgleichen und mit der Deich-Sanierung konnten kritische Stellen immer weiter minimiert werden.

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