Pläne für Reckenfelder Ortsmitte Wohnviertel mit zwei Märkten?

Reckenfeld -

Der Reckenfelder Bürgerverein wird ungeduldig: In der Ortsmitte muss jetzt endlich etwas passieren, so die Meinung. Deshalb hatte jetzt der Arbeitskreis Ortsmitte im Verein Verantwortliche aus der Reckenfelder Politik in das „Haus der Geschichte“ gebeten, um erste Entwürfe zu diskutieren.

Ein erster Entwurf für die Ortsmitte:  Er zeigt den Blick vom „roten Rundbau“ am Kreisverkehr. Im Vordergrund sind mehrgeschossige Bauten mit Geschäftsräumen und Wohnungen geplant. Dahinter ein Parkplatz, die Flachbauten sind Märkte.. Im hinteren Bereich sind Einfamilienhäuser vorgesehen.
Ein erster Entwurf für die Ortsmitte:  Er zeigt den Blick vom „roten Rundbau“ am Kreisverkehr. Im Vordergrund sind mehrgeschossige Bauten mit Geschäftsräumen und Wohnungen geplant. Dahinter ein Parkplatz, die Flachbauten sind Märkte.. Im hinteren Bereich sind Einfamilienhäuser vorgesehen. Foto: Architekturbüro Sabrowski

Dort wurde ihnen ein Modell präsentiert, wie sich das Gelände hinter der alten Hauptschule entwickeln könnte. Georg Schoo, Investor aus Nordwalde, der beispielsweise das Grevener Rathaus-Karree entwickelt hat, hat das Reckenfelder Architekturbüro Sabrowski mit einem entsprechenden Entwurf beauftragt. Kern des Modells: Wohn- und Geschäftsnutzung sollen unter einen Hut gebracht werden.

Zur Erinnerung: Die Gestaltung der Ortsmitte ist ein kompliziertes Thema. Denn ehe gebaut werden kann, müssen die Sportplätze, die sich dort befinden, an den Wittlerdamm verlegt werden. Beim ReBüVe hat man nun offenbar den Eindruck, dass die Sache zu sehr auf die lange Bank geschoben wird. „Wir reden seit zehn Jahren, es muss jetzt etwas passieren“, so die Meinung bei dem Treffen. Und Re-Bü-Ve-Vorsitzender Klaus Schwenekn meint: „Natürlich bleibt die Planungshoheit bei der Stadt. Aber wir haben manchmal den Eindruck, die Reckenfelder Ortsmitte hat dort nicht gerade Priorität.“ Mit der Vorstellung des Sabrowski-Modells möchte man nun der Stadt „auf die Füße treten“, „endlich Bewegung reinbringen“, wie es bei dem Treffen hieß.

Zum Modell selbst: Es will zwei dringende Reckenfelder Anliegen unter einen Hut bringen: Es werden Sozialwohnungen gebraucht, und Aldi sucht dringend neue Geschäftsräume. Nach den Vorstellungen des Investors sollen entlang der Emsdettener Landstraße und an der Bahnhofstraße kombinierte Wohn-und Geschäftshäuser mit Sozialwohnungen entstehen. Dahinter wäre Platz für zwei Märkte – möglicherweise Aldi und K&K. Auf dem jetzigen Sportgelände könnten bis zu 50 Ein- und Mehrfamilienhäuser stehen. Ein Kindergarten und ein kleiner Park mit Spielgeräten wurden ebenfalls mit eingeplant. „Künftig könnten dort 400 bis 500 Menschen wohnen“, so Architekt Frank Sabrowski. Zielgruppe seien vor allem junge Familien. „Das ist der Bedarf, den wir sehen.“

Dass das vorgestellte Projekt eins zu eins umgesetzt wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn Bürgermeister Peter Vennemeyer hat noch jüngst im Bezirksausschuss betont, dass man dieses Filetstück der gesamten Stadt sehr sorgfältig überplanen werde und dass man dafür die „Landesplanungsgesellschaft NRW urban“ ins Boot geholt habe. Das wissen auch die Reckenfelder Politiker. „Wir verstehen dieses Modell als Anregung, auf das NRW urban eventuell zurückgreifen kann“, weist Schwenken darauf hin, dass den Reckenfeldern vor allem daran gelegen ist, dass nicht wieder bei Adam und Eva begonnen wird und die Sache damit auf die lange Bank gerät.

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