Feuer auf einer Hofstelle Krankenhaus löste Alarm aus

Greven -

Der Notruf kam aus dem Krankenhaus, die Retter gingen folglich erst von einem Brand im Hospital aus. Doch das Feuer war in der Nacht auf einem benachbarten Hof ausgebrochen - direkt neben einer Asylbewerberunterkunft.

Von Jens Keblat
 
Die abgebrannte Scheune liegt nur rund 30 Meter von einer Unterkunft für Asylbewerber entfernt (kleines Bild). Rauch und Brandgeruch zogen auch Richtung Krankenhaus. Foto: keb

Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr: an der Westumgehung, der B 219 in Höhe des Maria-Josef-Hospitals, ist gegen 3 Uhr in der Nacht zu Freitag eine Scheune in Brand geraten. Das Gebäude brannte bereits in voller Ausdehnung, als die ersten Kräfte eintrafen. Im angrenzenden Wohngebäude waren bis März 2016 Asylbewerber untergebracht. Die Brandursache ist noch unklar. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet.

Um 3.05 Uhr waren die Freiwillige Feuerwehr mit abrufbaren Kräften, der Rettungsdienst und die Polizeigerufen worden, zunächst aber zu einem Gebäudebrand im Maria-Josef-Hospital: „Alarmiert worden sind wir zu einem vermeintlichen Krankenhausbrand. Es war dort Brandgeruch auf der Intensivstation wahrnehmbar, es stellte sich aber auf der Anfahrt relativ schnell heraus, dass es nicht in dem Krankenhaus brennt, sondern in einem benachbarten alten Bauernhof – derzeit leerstehend, auf der anderen Seite der Bundesstraße“, sagt Matthias Wendker, Leiter der Feuerwehr und Einsatzleiter.

Die Straßen in Innenstadtnähe waren massiv verraucht, der Gebäudebrand in direkter Nähe einer Asylunterkunft, einer kleinen Wohncontaineranlage, bereits weithin sichtbar, als die Retter vor Ort eintrafen. Nachdem klar war, dass sich wohl keine Personen mehr in der Scheune befanden, sorgten die Wehrleute dafür, dass das angrenzende Wohnhaus vor einem Übergreifen der Flammen geschützt wurde. Wendker: „Das Gebäude ist städtisches Eigentum, ist derzeit aber nicht bewohnt. Das Haupthaus steht leer, die Scheune wird benutzt als Lagerplatz für Materialien, Holz etc.“

Ein Problem an der Einsatzstelle: die Wasserversorgung, doch auch der Brand selbst machte es den Wehrleuten nicht einfach, wie Wendker noch in der Nacht erklärte: „Wir können nicht ins Gebäude rein, der Dachstuhl ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir löschen von außen mit mehreren C-Rohren ab. Die Ems ist nicht weit weg, doch bis die Wasserversorgung stand, dauerte es einen Moment.“ Anfangs sei das Löschwasser knapp gewesen, so der Einsatzleiter weiter.

In der abgebrannten Scheune befand sich unter anderem ein Brennholzlager. Der Sachschaden liegt nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei bei etwa 100 000 Euro.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist noch völlig unklar. Noch bis zum frühen Morgen dauerten die Löschmaßnahmen an. Zur Brandursachenermittlung wurde bereits die Kriminalpolizei eingeschaltet. Sie hat die Ermittlungen aufgenommen. „Derzeit liegen keine Erkenntnisse auf eine fremdenfeindliche Straftat vor“, teilte die Polizei am Freitagmittag mit. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Auf dem Areal sind zurzeit Asylbewerber in Containerwohnungen untergebracht, diese befinden sich – durch einen kleinen Wall getrennt – etwa 30 Meter von der Scheune entfernt.

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