Greven vor 25 Jahren Frostbeulen treffen auf Absorber

Kreisverkehre, Fluggastzahlen am FMO, Stellenbesetzungen – man könnte meinen, die Themen haben sich im Laufe der vergangenen 25 Jahre kaum geändert - aber in manchen Fällen die handelnden Personen.

Zwei Neue in Greven: Werner Bronstering (Foto) trat die Nachfolge von Wilhelm Schütze als Leiter des Gymnasiums an, Martin Frohnhöfer wurde Pfarrer in Reckenfeld.
Zwei Neue in Greven: Werner Bronstering (Foto) trat die Nachfolge von Wilhelm Schütze als Leiter des Gymnasiums an, Martin Frohnhöfer wurde Pfarrer in Reckenfeld. Foto: PF

Inzwischen sind sie Normalität, obwohl doch immer noch so mancher Autofahrer so seine Probleme mit ihnen hat. 17 Kreisverkehre in den verschiedenen Größen gibt es in Greven. Der erste wurde vor 25 Jahren an der Kreuzung Hanseller Straße, Grimmstraße, Nordwalder Straße gebaut. Aber: Im März vor 25 Jahren passierte genau das, was kürzlich den Marktplatzumbauern ihren Job versauert hat: Es wurde frecherweise einfach mal Winter und die Straßenbauer mussten Pause machen.

Wer wird Nachfolger von Pater Norbert Heßling? Darüber wurde vor 25 Jahren trefflich spekuliert. Am 24. März wurde dann bekannt gegeben: Martin Frohnhöfer ist der neue Pfarrer in Reckenfeld. Und „Frohni“ ist der Gartenstadt bekanntlich bis heute treu geblieben.

Das waren noch Zeiten. Vor 25 Jahren konnte sich der Flughafen regelmäßig über zweistellige Zuwächse bei den Fluggastzahlen freuen. Deshalb musste ein neues Terminal her. Im März schaltete sich ein gewisser Jürgen W. Möllemann in die Diskussion ein. Der war damals Bundeswirtschaftsminister und appellierte an die Landesregierung, die Mittel für den Terminalneubau zur Verfügung zu stellen. Ohne eine schmissige Parole ging das natürlich nicht ab. „Vorfahrt für Münster / Osnabrück“, forderte Möllemann.

Einigen Knatsch gab es um die Nachfolge von Wilhelm Schütze als Leiter des Gymnasiums. Nur vier Bewerber wollten nach dem Ausschreibungsverfahren den Job. Einer zog kurz darauf sogar wieder zurück mit der Begründung, dass die Entscheidung sowieso schon gefallen sei. Deswegen forderten die Grünen sogar eine neue Ausschreibung. Die hat es letztlich nicht gegeben, mit Werner Bronstering wurde einer der drei Verbliebenen Rektor der Schule. Bronstering blieb aber nur fünf Jahre Leiter des Augustinianums, schied aus gesundheitlichen Gründen aus.

Das war vor 25 Jahren sozusagen ein „kalter Krieg“. CDU gegen den Rest des Rates, Heizung gegen Frösteln. Dabei ging es schlicht um das Wohlergehen der Nutzer des Freibades. Dort war damals eine Solarabsorberanlage installiert worden, von der man anscheinend Wunder erwartete, die sich aber als zu schwachbrüstig herausstellte. Ergebnis: Schien die Sonne nicht, war das Wasser im Freibad eiskalt. Deswegen forderte die CDU eine Zusatz-Gasheizung, SPD, FDP und Grüne waren dagegen. Aber eben nicht komplett. Es gab Abweichler, wie zum Beispiel der damalige SPD-Bürgermeister Hubert Binder, selbst passionierter Frühschwimmer. Und so kam es dann schließlich, dass doch noch eine Zusatzheizung eingebaut wurde. Die wurde inzwischen durch die Biogasverstromungsenergie abgelöst, die Solarabsorberanlage absorbiert dagegen immer noch.

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