Vortrag über Nitrat Perspektiven für Landwirtschaft

Greven -

Einen spannenden Diskussionsabend erlebten die Besucher des Kesselhauses am Montagabend. Die Grevener Grünen hatten den Bundestagsabgeordneten Friedrich Ostendorff, grüner Bauer aus Bergkamen, zu Gast.

Marius Meyer 
Marius Meyer  Foto: PF

Zuerst wurde der ZDF-Film „Nitrat – Zeitbombe im Trinkwasser“ gezeigt, Nachfragen dazu beantwortete der an der Recherche beteiligte Journalist Marius Meyer.

Vor allem Landwirte aus Greven und den Nachbarorten nutzten die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Agrarexperten aus dem Bundestag. Das Grevener Grundwasser ist weniger mit Nitrat belastet als es in „Spitzenregionen“ wie Borken oder Oldenburg ist, aber zu hoch, was mittelfristig auch die Trinkwassergewinnung vor Probleme stellen kann, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen. Die neue Gülleverordnung setzt den Landwirten engere Grenzen, zumal auch das Gärsubstrat der Biogasanlagen bei den Berechnungen mit eingerechnet wird.

Einige Bauern beklagten „Bürokratenwahn“ und legten dar, wie sie sich durch Beteiligung an Kooperationsvereinbarungen mit den Wasserwerken und der „Initiative Tierwohl“ zum Tier- und Gewässerschutz verpflichtet haben. Das sah auch Friedrich Ostendorff als richtigen Weg: Selbst ein Beirat des Bundeslandwirtschaftsministers sei zu dem Schluss gekommen, dass „die jetzige Art der Tierhaltung nicht zukunftsfähig“ sei. Die Mehrheit der Bevölkerung und der Verbraucher sei für eine Umgestaltung der Tierhaltung. Die Landwirtschaft sei auf das Vertrauen der Menschen angewiesen. „Ich möchte alles dafür tun, dass auch die nachfolgende Generation eine Perspektive in der Landwirtschaft sieht“, sagte Ostendorff und rief die Anwesenden auf, sich am dazu notwendigen Veränderungsprozess aktiv zu beteiligen.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4708809?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F