Klaus-Dieter Niepel als Pluggen Hiärm Ein Schlitzohr als Stadtführer

Greven/Reckenfeld -

Am 25. März gibt es eine ganze Reihe Stadtführungen durch Greven. Eine davon bietet Klaus-Dieter Niepel an und schlüpft dafür in die Rolle eines schlitzohrigen Genies.

Von Monika Gerharz
 
  Foto: privat

Pluggen Hiärm? Ist das nicht das Grevener Original, das ganze Häuser versetzte? Der Tausendsassa, der mit Flaschenzügen zauberte? Das Schlitzohr, das den Klaren liebte? Und der 1929 verschied? Gewiss. Aber Pluggen Hiärm ist nicht wirklich tot. Er ist sozusagen wiedergeboren und führt mittlerweile Wissbegierige durch Greven und erzählt mit vielen Dönekes über sich selbst die Geschichte der Stadt.

Klaus-Dieter Niepel, Schauspieler an der Reckenfelder Freilichtbühne, schlüpft zehn, zwölf Mal im Jahr in die Rolle des Pluggen Hiärm – samt Gehrock und Holschken. „Erst habe ich schon gedacht, dass es mühsam sein könnte, damit eineinhalb Stunden durch die Stadt zu gehen“, gibt er zu. „Aber sie sind überraschend bequem. Nur einmal im Winter musste ich alle Augenblicke den Schnee entfernen, der darunter klebte, denn ich wuchs mit jedem Schritt.“

Als Herbert Runde vom Heimatverein den Reckenfelder fragte, ob er nicht die Stadtführeraufgabe als Pluggen Hiärm übernehmen wolle, war der zunächst skeptisch. „Ich wusste nicht viel über den Mann“, gesteht der Reckenfelder. Aber als er sich in die Dönekes und Geschichten um das Grevener Original, den alle „den Ingenieur“ nannten, vertiefte, wurde ihm dieser immer sympathischer. „Der hatte den Schalk im Nacken.“ Kurz und gut, er sagte zu – und führt nun schon seit einigen Jahren Interessierte auf Pluggen Hiärms Spuren durch Greven. „Mittlerweile finde ich diese Rolle richtig schön, sie macht mir viel Spaß.“

Natürlich erfahren die Gäste bei der Führung nicht nur nette Geschichten über das Original, sondern auch sehr viel Wissenswertes über Greven und seine Geschichte. „Mein Schwerpunkt ist das aolte Greiwen“, sagt Niepel. An Punkten, an denen nette Pluggen-Hiärm-Geschichten spielen – an der Kirche, am Bahnhof, im Niederort – erzählt er Dönekes. In den alten Emswiesen bringt Niepel gern die Anekdote, wie sich Hiärm im Adamskostüm gesonnt und darum verhaftet worden sei. Die Gäste amüsieren sich ob der kleinen Geschichte – und erfahren ganz nebenbei eine Menge über Hochwasser und Emsbegradigung. „Die Leute, die mich buchen, sind meist Grevener oder Ex-Grevener“, sagt der Schauspieler. „Und meist haben sie richtig Spaß an dem alten Pluggen Hiärm.“

Zum Thema

Die Pluggen-Hiärm-Führung findet am Aktionstag von Heimatverein und Greven Marketing am Samstag, 25. März, um 17 Uhr Stadt. Treffpunkt für Interessiere ist das Heimathaus „Alte Post“, Münsterstraße 8.

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