Wirtschaftsforum Greven Die Suche nach dem neuen Chef

Greven -

Das Wifo hat Personalnot und musste deshalb seine Jahresversammlung verschieben.

Von Peter Beckmann
Hans-Georg Hunold 
Hans-Georg Hunold  Foto: res

Das Wirtschaftsforum ist da anders. Anders als andere Vereine. Denn bei den anderen ist eigentlich immer wichtig, wer aus den Wahlen als erster Vorsitzender hervorgeht. Bei vielen Vereinen ist das eh immer derselbe – über Jahre hinweg. Beim Wifo ist das wie gesagt anders. Zum einen wechselt der Vorsitz jedes Jahr, zum anderen wird der Vorsitzende quasi schon ein Jahr zuvor als zweiter Vorsitzender gewählt, der automatisch nachrückt.

So viel zu den Unterschieden. Aber eines haben andere Vereine und das Wifo gemeinsam: Jemande zu finden, der den Vorsitz übernehmen will, wird immer schwerer. Und deshalb wurde die Jahreshauptversammlung des Wifos, die für den gestrigen Dienstagabend geplant war, abgesagt.

„Wir hatten einen geeigneten Kandidaten für den Posten des zweiten Vorsitzenden, aber der hat kurzfristig seine Zusage zurück gezogen“, sagte der Wifo-Vorsitzende Hans-Georg Hunold auf Anfrage. Da habe das Wifo eben dieselben Probleme wie die meisten anderen Vereine. „Es gibt zwar einige, die wohl Lust hätten, sich zu engagieren. Aber den meisten fehlt einfach die Zeit.“

Und deshalb gehe momentan die Suche weiter. „Wir brauchen noch etwas Zeit, um einen Kandidaten zu finden.“ Aber: Laut Satzung muss die Jahreshauptversammlung im ersten Halbjahr über die Bühne gehen. „Die Versammlung wird also spätestens im Juni stattfinden.“

Aber: Gibt es da nicht einen anderen Hintergrund für die Verschiebung der Sitzung? Die Indizien sprechen dafür. Dabei geht es schlicht um den neuen Geschäftsführer des Flughafens Münster-Osnabrück, Prof. Dr. Rainer Schwarz. Der hatte Anfang Februar seinen Posten angetreten und war als Gast-Redner bei der Wifo-Versammlung angekündigt. Das wiederum führte zu Verstimmungen in der Grevener Lokalpolitik. Tenor: Der neue Flughafenchef müsse sich doch erst mal den Verantwortlichen der Stadt vorstellen, bevor er beim Wifo spricht.

Und genau das wird dann wohl auch passieren. Jedenfalls hat Prof. Schwarz bis Juni Zeit, sich und seine Pläne zur Zukunft des FMO der Verwaltung und der Politik vorzustellen. Indizien, deren Richtigkeit Hunold indes bestreitet. „Das hat mit der Verlegung der Versammlung überhaupt nichts zu tun. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.“

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