Gymnasium Greven Köstliches Kunst-Ratatouille

Greven -

Was für eine Vielfalt: Viele Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs und auch einige jüngere Mitschüler haben mitgewirkt, als nun im Gymnasium eine besondere Konzertveranstaltung auf dem Programm stand.

Von Pia Naendorf
Der Chor der Stufe 12 begeisterte mit seinen Songs die Zuhörer.
Der Chor der Stufe 12 begeisterte mit seinen Songs die Zuhörer. Foto: pin

„Wir würden gerne ein Ratatouille machen.“ Damit fing alles an. Oberstufenschülerin Jil van Lück dachte dabei jedoch nicht an das französische Gericht, wie Schulleiter Dr. Volker Krobisch zunächst assoziierte, sondern an ein gemischtes Allerlei der Kunst. „Keiner wusste, was auf den Teller kommt“, greift Krobisch die Metapher auf. „Ich habe schon einiges von den Proben gehört und kann nur sagen, dass eine lebendige, bunte Mischung der Kunst entstanden ist.“

Der Schulleiter war schnell von der Idee überzeugt und so begann Jil van Lück, das Programm zusammenzustellen. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer gesamten Stufe, für die der Abend letztlich Spenden einbringen sollte. Herausgekommen ist ein buntes Programm, an dem nicht nur viele Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs mitgewirkt haben, sondern auch einige jüngere Mitschüler.

Den Anfang machte der Chor der Stufe 12 unter der Leitung der Lehrer Karin Löhr und Peter Winkens. Sie sangen zunächst „Hey there Delilah“, was bei den Zuhörern auf Begeisterung stieß. Das zweite Lied ließ sofort Sommergefühle aufkommen. Von den Beach Boys gab es „I get around“, was der Chor auf ganz eigene Weise interpretierte.

Es folgte eine kurze Begrüßung, die jedoch sehr schnell über die Bühne ging, da bereits das Geigen-Quartett von Schülern aus der Stufe neun auf seinen Einsatz wartete. Lev Schlegel, ebenfalls Schüler der Stufe 12, trat an diesem Abend mehrfach auf. Sowohl am Klavier als auch an der Geige überzeugte er mit gekonnter Liedauswahl. Neben „Rohan“ aus dem Film „Herr der Ringe“, spielte er auch das Thema aus „Harry Potter“.

Auch Sophie Deitmar war an diesem Abend mehrfach zu hören und zu sehen. Mit Justin Tolle und Jil van Lück sang sie jeweils im Duett und spielte Gitarre. Das Duo van Lück und Deitmar sorgte für den wohl einzigen Reinfall am Abend: Das Publikum wurde aufgefordert zu Philllip Poisels „Wie soll ein Mensch das ertragen?“ den Refrain mitzusingen. Das klappte allerdings nicht, die Zeilen waren wohl doch nur einigen Wenigen bekannt.

Jan Drees, der bereits zahlreiche Musikwettbewerbe gewann, spielte für die Stufe Trompete, unterstützt zwar nur vom Orchester von der CD, trotzdem war sein Beitrag sicherlich ein Highlight des Abends.

Die Pause wurde zu einem kulinarischen Erlebnis. Die Stufe 12 servierte Gerichte aus aller Welt.

Den zweiten Akt begannen zwei Schülerinnen des Abiturjahrgangs, die von einer Mitschülerin am Klavier begleitet wurden. Maya Kuhn und Antonia Erdmann sangen im Duett ihre eigene Version von Billy Joels „Vienna“. „Dieses Lied drückt aus, was viele von uns fühlen, und wir wollen damit zeigen: Egal was ihr macht, das wird schon“, begründen die beiden ihre Song-Auswahl.

Doch der Abend war nicht nur musikalisch: Es gab auch eine Tanzchoreographie und zwei Wortbeiträge. Die beiden Poetry-Slam-Texte berichteten zum einem vom Konsumrausch der Menschen, der durch Werbung entsteht, und zum anderen von Donald Trump.

Insgesamt wertet der diesjährige Abiturjahrgang, die Stufe zwölf des Grevener Gymnasiums, den Abend als vollen Erfolg. Durch den Verkauf von Getränken und der Verpflegung und der Einnahme von Spenden kam insgesamt einiges an Geld zusammen, was die Stufe ihrem Ziel, der Finanzierung des Abiballs, ein ganzes Stück näherbringt.

Moderator Sean Rankin bedankte sich im Namen der gesamten Stufe bei der Hauptverantwortlichen Jil van Lück, den zahlreichen jungen Talenten und natürlich den vielen Zuschauern. Dabei waren unter den Zuschauern nicht nur etliche Mitschüler unterer Klassen und der Stufe selbst, sondern auch einige Eltern, Geschwister, Freunde und Lehrer. Selbst manch ehemaliger Schüler kam zum Kunstratatouille, was die Verantwortlichen besonders freute.

Schulleiter Volker Krobisch brachte den Abend abschließend noch einmal auf den Punkt. „Es gibt so viel Potenzial an Künstlern auf dieser Schule. Ich bin sehr froh, dass die Q2 das gezeigt hat.“

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