Kunstprojekt in Vorbereitung Der Deich, die Ems, das Projekt

Greven -

Zwischen 2017 und 2020 sollen insgesamt neun Skulpturen auf dem innerstädtischen Emsdeich zwischen dem Textilwerk Setex und der Nordwalder Straße aufgestellt werden. Die Kosten, immerhin 200 000 Euro, sollen durch „freie Finanzierung und gezieltes Sponsoring“ zusammenkommen.

Von Ulrich Reske
Sie freuen sich auf das Skulpturenprojekt entlang der Ems (von links): Pons Beuning, Annegret Land und Werner Peters.
Sie freuen sich auf das Skulpturenprojekt entlang der Ems (von links): Pons Beuning, Annegret Land und Werner Peters. Foto: kk

Die blaue Schlange, der grün-gelbe Weg, die roten Punkte – Fluss, Deich, Skulpturen oder wie die Menschen hinter dem Projekt sagen: „Der Deich, die Ems , das Projekt“. Womit Annegret Lang, Pons Beu­ning und Werner Peters bereits deutlich skizzieren, worum es geht: Eine Skulpturen-Deichmeile, erfahrbar und erwanderbar.

Weit mehr als der Anfang ist schon gemacht. „Es gibt bereits eine fertige Skulptur“, verrät Pons Beuning, der quasi als künstlerischer Leiter das Projekt vorantreibt. Die Idee: Zwischen 2017 und 2020 sollen insgesamt neun Skulpturen auf dem innerstädtischen Emsdeich zwischen dem Textilwerk Setex und der Nordwalder Straße aufgestellt werden. Der Start in diese flussnahe Deich-Skulpturenmeile ist für den Frühjahr des kommenden Jahres mit zwei Kunstwerken an noch auszusuchenden Standorten geplant.

Die Skulpturen-Idee wurde übrigens im Rathaus geboren. „Peter Vennemeyer hat dieses Projekt an die EFI-Gruppe herangetragen,“ berichtet Werner Peters von den nun fast zwei Jahre zurückliegenden Anfängen. Bei den EFI-Leuten passte des Bürgermeisters Anregung voll ins Konzept: „Bürger wollen für Bürger Projekte anstoßen“.

„Zwangsläufig sind die dann auch auf mich gestoßen,“ berichtet Beuning von der nun beginnenden Kooperation, die in einem spannenden Prozess die Vision zu einem Projekt umformte.

Weil die Stadt als Finanzier nicht in Frage kam, stand von Anbeginn fest, dass das Skulpturen-Projekt nur mit „freier Finanzierung und gezieltem Sponsoring“ umzusetzen ist. Auf rund 200 000 Euro beziffert Beu­ning das Budget. Nicht unmöglich, weil das Projekt nicht auf einen Schlag, sondern über Jahre aufgebaut und finanziert werde, erklärt Werner Peters, der als ehemaliger Dezernent im Velener Rathaus auch über Erfahrung verfügt, wie öffentliche Töpfe für ein solches Projekt angezapft werden können. Wobei die Stadt selbst trotz leerer Kassen ihren Beitrag leisten wird: Neben organisatorischem Knowhow wird sie die Kunst sprichwörtlich auf den Beton-Sockel stellen.

Doch das Wichtigste neben der Finanzierung sind die Künstler und ihre Exponate. Da hält sich das Organisations-Trio gern noch ein wenig bedeckt. Doch Namen wie Sandra Silbernagel, Peer Christian Stuwe, oder Oswaldo Fernandez Pardo zeugen vom Anspruch der Initiatoren und dem gewollten „Kontrast zur Kreiselkunst“, die eben mehr den handwerklichen Aspekt in den Vordergrund rückt.

Skulpturen 2017? Da war doch was! Richtig: Im kommenden Jahr findet die Skulpturenausstellung in Münster statt, die alle zehn Jahre Menschen aus dem ganzen Land ins Oberzentrum lockt. Gern’ möchten die Grevener Initiatoren dieses überregionale Kunstereignis mit der Skulpturen-Installation auf dem Deich in Verbindung bringen. Münsters Kurator Caspar König ist informiert. Noch wartet Pons Beuning allerdings auf eine Antwort. Wenn es klappt, wär´s wie bei der Tour de France. Der Prolog, der dort im kommenden Jahr in Düsseldorf startet, begänne auf der Skulpturen-Ebene in Greven. Warum eigentlich nicht?

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