Greven vor 25 Jahren Der Beginn einer unendlichen Geschichte

Vor 25 Jahren war Greven eine rasant wachsende Stadt. Der Citylauf war noch ein großes Event – und um Bauvorhaben wurde auch damals schon gestritten.

Das alte Haus Schuh Sahle an der Martinistraße wurde vor 25 Jahren abgerissen. Bis dort aber ein Neubau entstehen konnte, sollte es noch über zehn Jahre dauern..
Das alte Haus Schuh Sahle an der Martinistraße wurde vor 25 Jahren abgerissen. Bis dort aber ein Neubau entstehen konnte, sollte es noch über zehn Jahre dauern.. Foto: Archiv

Sie hießen vor 25 Jahren noch anders, aber die Statistiker des Landes machten auch damals schon das, was sie auch heute noch machen: zählen. Und Mitte Oktober vor genau 25 Jahren brachten sie Einwohnerzahlen auf den Markt. Und die waren für Greven erfreulich, sehr erfreulich sogar. Denn innerhalb eines Jahres hatte sich die Zahl der Grevener um 1000 auf 31 010 erhöht. Gut, dass das nicht in diesem Tempo so weiterging. Denn dann wäre Greven inzwischen wohl über 60 000 gelandet.

Ja, das war vor 25 Jahren noch ein richtig großes Event. Hunderte Läufer, vom Profi bis zum Amateur, der jüngste fünf Jahre, der älteste 77 Jahre alt, nahmen am sechsten Citylauf teil. Und der wurde seinem Namen sogar gerecht und führte mitten durch die Innenstadt. Ein Vorfall trübte aber die Stimmung, denn ein Ordner, der einen Autofahrer nicht durchlassen wollte, bekam von dem eine kräftige Ohrfeige verpasst. Und noch etwas passte nicht ins Bild: Die Zahl der Teilnehmer 1991 war erstmals rückläufig. In den Folgejahren wurde die Strecke bekanntlich in die Bauerschaften verlegt bis dann das sportliche Ereignis völlig eingestellt wurde.

Nachher ist man bekanntlich immer schlauer. Und so stellt man sich doch die Frage, ob der Architekt Alfons Schlüter das alte Haus Sahle an der Martinistraße – direkt gegenüber der Eisdiele – tatsächlich gekauft hätte, hätte er gewusst, was auf ihn zukam. Am 22. Oktober 1991 wurde das 200 Jahre alte Haus abgerissen, fertige Pläne für ein neues, dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus lagen fertig in der Schublade. Aber: Es sollte noch über zehn Jahre dauern, bis dann endlich mit einem Neubau begonnen werden konnte. Denn die Nachbarn des Grundstücks wehrten sich gegen die Pläne, hatten immer wieder Einwände gegen das Vorhaben und zogen auch vor Gericht.

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