Grundschule Reckenfeld Neugier wird belohnt

Reckenfeld -

„Haus der kleinen Forscher“ dürfen sich eine ganze Reihe von Schulen nennen. Aber der Titel wird immer nur auf Zeit verliehen. Als erste Schule im Kreis hat es jetzt die Reckenfelder Erich-Kästner-Grundschule geschafft, die Auszeichnung wiederzugewinnen.

Von Oliver Hengst
Unten türmen sich die Geldstücke, oben spannt sich die Wasseroberfläche: Mit Experimenten wie diesen wird der Forscherdrang der Jungen und Mädchen gefördert.  
Unten türmen sich die Geldstücke, oben spannt sich die Wasseroberfläche: Mit Experimenten wie diesen wird der Forscherdrang der Jungen und Mädchen gefördert.   Foto: Oliver Hengst

Als erste Schule im Kreis Steinfurt hat am Freitag die Erich-Kästner-Gemeinschaftsgrundschule die Rezertifizierung als „ Haus der kleinen Forscher “ geschafft. Schulleiterin Christel Heisler nahm von Schulamtsdirektorin Monika Eggert eine Plakette (für draußen) und eine Urkunde (für drinnen) entgegen.

2011 hatte sich die Reckenfelder Grundschule erstmals dem Zertifizierungsverfahren gestellt, das Zertifikat folgte dann 2012 – damals als zweite Schule im Kreis. Dass die Kästner-Schule nun wieder ganz vorne dabei ist, wertet Rabea Köhler als Zeichen für eine „sehr engagierte Schule“ - zumal sie dieses Mal noch besser abgeschnitten hat. Köhler hat zusammen mit Kollegin Rita Kolvenbach vom Bildungsbüro Regionales Bildungs-Netzwerk des Kreises Steinfurt den Prozess begleitet.

Was heißt nun „Haus der kleinen Forscher“? Dass Themen der MINT-Fächer (Mathe und Naturwissenschaften) auf besonders kindgerechte Weise aufbereitet werden. Die Kinder sollen so zum Experimentieren angeleitet werden. Der Wunsch: eine gute Grundlage für eine gelungene Bildungsbiografie der Kinder schaffen. „Sie sollen Neugier entwickeln und behalten. Wir wollen die Kinder dazu bringen, einen Forscherblick zu entwickeln“, erklärt Heisler. Das erneuerte Zertifikat (gilt zwei Jahre) wertet sie als Anerkennung der Arbeit des gesamten Kollegiums. Natürlich erhält das Siegel einen besonderen Platz am Eingang. „Wir wollen nach außen sichtbar machen, was hier für eine gute Arbeit geleistet wird.“

Mit einem „Experiment der Woche“ werden die Kinder motiviert, Fragen aufzuwerfen und sie im besten Fall mit einem Praxis-Experiment gleich selbst zu beantworten. Wie das funktioniert, demonstrierten am Freitag Kinder der jahrgangsübergreifenden Klasse (Erst- und Zweitklässler) von Birgit Degen. Vorgabe: Ein Glas randvoll mit Wasser füllen und dann Münzen ins Glas füllen, bis das Wasser überläuft. Vorher sollten die Kinder eine Vermutung formulieren, wie viele Geldstücke das Wasserglas wohl „verträgt“. Bei den meisten Kleingruppen passten um die 20 Geldstücke ins Glas, ohne dass ein Tropfen überlief – die Oberflächenspannung des Wassers macht‘s möglich.

Für die Kinder der Degen-Klasse hatten die Projektkoordinatorinnen des Kreises stellvertretend eine kleine Schultüte mit süßem Inhalt mitgebracht. Ob sie die jetzt oder später verteilen sollen, erkundigten sie sich vorsichtig bei der Schulchefin. Die Antwort lieferte stattdessen ein forsches Kind: „Das kannste ruhig jetzt schon verteilen“, forderte ein Junge die Besucherin auf – erfolgreich. Stolz nahmen die Jungen und Mädchen zudem jeweils eine persönliche Forscher-Medaille entgegen – als Dankeschön für die gelungene Praxis-Vorführung.

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