Nacht der Majestäten Einer, ohne den es nicht läuft

Greven -

Dirk Pomplun ist frischer Träger des VSG-Verdienstordens. Im Rahmen der „Nacht der Majestäten“ am Sonntagabend im Ballenlager wurde ihm diese Auszeichnung überreicht.

Von Stefan Bamberg
Da ist der Orden:  Ingo Stahlhut verleiht im Beisein von Laudator Werner Teupe (links) Dirk Pomplun (Mitte) die begehrte Auszeichnung.
Da ist der Orden:  Ingo Stahlhut verleiht im Beisein von Laudator Werner Teupe (links) Dirk Pomplun (Mitte) die begehrte Auszeichnung. Foto: Stefan Bamberg

Der Moderator zwinkert vielsagend. „Der neue Ordensträger stand gerade neben Ihnen“, flüstert Richard Ebbigmann dem Reporter zu. „Aber: Pssst!“, mahnt er und klingt dabei ein bisschen wie Schlemihl aus der „Sesamstraße“, der Ernie einen Buchstaben verkaufen will. Klar doch, Diskretion ist die oberste Schützenpflicht, wenn die Vereinigten Schützengesellschaften Greven ihren Verdienstorden verleihen.

Die wenigen Eingeweihten haben bis zum Schluss dicht gehalten – was bei diesem Geehrten alles andere als ein Klacks gewesen sein dürfte: Weil er eigentlich überall ist, wo sich Menschen in Greven engagieren. Und weil er an der Veranstaltung, die den angemessenen Rahmen für seine Auszeichnung schafft, ganz maßgeblich beteiligt ist: Dirk Pomplun ist frischer Träger des VSG-Verdienstordens.

Die „Nacht der Majestäten “ am Sonntagabend im Ballenlager , sie glänzt und glitzert wie eh und je: Regenten-Gala, Party-Sause zum Abschluss der Saison, aber nicht zuletzt eben auch ein Schauplatz, um das Ehrenamt zu feiern. Und ein erneuter Beleg dafür, dass die 18 Schützenvereine Grevens – egal, ob man nun Brauchtums-Fan ist oder nicht – eine ebenso engagierte wie verlässliche Größe im Stadtleben bilden. Nichts dokumentiert das so sehr wie die Auswahl des Ordensträgers: Pomplun, das „Gute-Laune-Tier“ (Laudator Werner Teupe ), der Sympathieträger, der eiserne Marathonläufer, der begeisterte Musiker, das ist nur die eine Seite der Medaille. Pomplun ist zuvorderst ein Anpacker, ein Macher, einer von denen, ohne deren Einsatz es nicht liefe.

Aktuellstes Beispiel ist ein CCFfL-Projekt, das Kindern aus wirtschaftlich schwächeren Familien die Teilhabe am städtischen Karnevalsumzug ermöglichen soll – auch auf Pompluns Initiative übernahmen die Schützen die erste Patenschaft. „Er geht auf Leute zu und kann sie für seine Sache begeistern“, würdigte ihn VSG-Ehrenmitglied Teupe. Und zwar weit über seine Hingabe für das Schützenwesen hinaus: als leidenschaftlicher Gestalter der Montargis-Greven-Städtepartnerschaft, als Ideengeber für soziale Projekte, als verantwortungsvoller Vorständler. „Dann mache ich das“, soll er – fünf Minuten vor der Jahreshauptversammlung – gesagt haben, als die VSG vor einigen Jahren in prekärer Situation dringlichst einen neuen Vorsitzenden brauchten.

2015 hat Pomplun dieses Amt an Ingo Stahlhut abgegeben, beim Kaiserball weist Pomplun – der selbst übrigens nie den berühmten Vogel abschoss – den Majestäten den Weg auf die Bühne. „Total gerührt“, zeigt er sich am Ende des Abends – und genießt den Moment, ohne weitere große Worte. Genießen statt labern, das ist ohnehin die Marschroute. Wohltuend.

Auch die zweite Hauptperson ist kein Freund schwülstiger Reden: Schützenkönig, Reckenfelder Ortskaiser und obendrein neuer Stadtkaiser – Manfred Wulff jubelte mit seiner Herzdame Claudia Jähnel über ein bemerkenswertes Triple. Dass er nicht nur sicher trifft, sondern auch beschwingt trommelt, beweist Wulff beim famosen Auftritt der „Greenbeats“, einer deutschlandweit bekannten Percussion-Combo, gegen die das übliche Helene-Fischer-Eins-und-Drei-Geklatsche einpacken kann.

Das Urteil der furiosen Drummer: „Manni kann sofort mitmachen!“

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