Auch Marienkirche vor dem Aus St. Josef: Nur der Turm bleibt

Greven -

Das dürften für die Gläubigen der Martinus-Pfarre überraschende Nachrichten sein: Die Josefskirche bleibt als Standort erhalten, das Gebäude hingegen nur in Teilen. Marienkirche und Haus Liudger sollen binnen fünf bis acht Jahren aufgegeben werden. Ein tiefer Einschnitt.

Der Turm bleibt stehen, der Rest soll abgetragen werden und so Platz schaffen für einen Multifunktionsbau (auch für Gottesdienste). Die Marienkirche soll binnen fünf bis acht Jahren aufgegeben werden.  
Der Turm bleibt stehen, der Rest soll abgetragen werden und so Platz schaffen für einen Multifunktionsbau (auch für Gottesdienste). Die Marienkirche soll binnen fünf bis acht Jahren aufgegeben werden.  

Zu einer außerordentlichen Sitzung trafen am Donnerstag die Mitglieder des Pfarreirats, Kirchenvorstands und Pastoralplanprojektgruppe in der Marienkirche zusammen. Anlass war der aktuelle Stand der Pastoralplanentwicklung der Pfarrei und das Ergebnis des Liegenschaftsgespräches in Münster, in dem sich Vertreter der Bistumsleitung zu den sechs Kirchorten der Pfarrei St. Martinus in Greven äußern.

Wie aus einer Pressemitteilung der Martinus-Gemeinde hervorgeht, bestätigt das Ergebnis des Liegenschaftsgespräches den Kirchstandort St. Josef links der Ems . Es sieht vor, die bestehende Josefkirche bis auf den Turm abzutragen. Außerdem beinhaltet es eine sofortige Planungsfreigabe zur Errichtung eines multifunktionalen Gebäudes für Gottesdienste (unter anderem auch bezüglich der Anforderungen des Projekts „Jugendkirche“) sowie Gruppen- und Sozialräumlichkeiten, die bisher im baufälligen Pfarrheim an der Nordwalder Straße vorhanden waren. Die verbleibenden Zweidrittelflächen des Areals mit Rasen, altem Pfarrhaus und altem Pfarrheim sollen anderweitig genutzt werden.

Weiter bestätigen die Vertreter des Bistums die Pfarrkirche rechts der Ems, mit den beiden Pfarrheimen Haus der Begegnung und Haus Elisabeth. Die Neugestaltung und Konzeptionierung an der Josefkirche ist fest kombiniert mit der Aufgabe des Kirchortes St. Mariä Himmelfahrt in den nächsten fünf bis acht Jahren.

Hier zeigten sich die Mitglieder des Kirchenvorstands und Pfarreirats verwundert und unzufrieden, da der Bericht auch den Wegfall des gut besuchten Pfarrheimes Haus Liudger beinhaltet.

Die Pfarrei wäre dann mit je einem Kirch-Standort links und rechts der Ems im Stadtbereich aufgestellt, wobei der Standortnachteil der Pfarrkirche am Kirchberg durch die Zuwegung, Parkplatzsituation und mangelnde Rasenfreiflächen benannt wurde.

Die Kirchorte Franziskus in Reckenfeld, Heilige Schutzengel in Schmedehausen und Wendelin in Bockholt sind aufgrund der Entfernung aktuell nicht betroffen.

Nach einer ausführlichen Diskussion und dem Abwägen zahlreicher Argumente beraten die Gremien in den nächsten Sitzungen dazu weiter. Zusätzlich wird eine Planungsgruppe gegründet, welche die nächsten Schritte abstimmt und, sobald konkretere Pläne vorliegen, diese in einer Gemeindeversammlung vorstellt.

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