Kommentar Kein Einzel-Fall

Bebauung Saerbecker Straße

 
  Foto: Oliver Hengst

Und plötzlich wächst ein Riesenklotz am Ende des Gartens aus dem Boden. Ruhe und Beschaulich hatten die Anlieger einst mit einem Bebauungsplan eingekauft, an den sich über Jahrzehnte alle Nachbarn zu halten hatten. Doch die Zeiten ändern sich. Kleine Siedlungshäuser auf oft großem Grund weichen Wohnobjekten, die höher, tiefer und intensiver genutzt werden. Das schont Flächenressourcen in einer wachsenden Stadt, passt aber oft nicht in den Charakter einer gewachsenen Wohnbebauung.

Da gilt es Regeln zu entwickeln, die sowohl den Anspruch modernen Bauens erfüllen als auch die Interessen der Bestands-Eigentümer schützen. Der „Fall Steenbergstraße“ ist kein Einzel-Fall. Dass die Stadt hier nicht unbedingt rücksichtslos agiert, zeigt das Bemühen um Neuplanung und Korrekturen. Dass sie nicht das unbedingte Wohlwollen der Anlieger finden, liegt wohl auch in der Natur eines Kompromisses

Ulrich Reske

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