Lange Karriere Promi-Geburtstag vom 17. März 2017: Kurt Russell

In «The Hateful 8» ist der Schauspieler mit Handschellen an seine Kollegin Jennifer Jason Leigh gekettet. Privat ist er an seine Langzeitliebe Goldie Hawn gebunden. Heute wird er 66.

Von dpa
Kurt Russell stand schon für viele namhafte Regisseure vor der Kamera.
Kurt Russell stand schon für viele namhafte Regisseure vor der Kamera. Foto: Warren Toda

Los Angeles (dpa) - Im April können Cineasten dem US-Schauspieler in gleich zwei Filmen begegnen. Kurt Russell ist sowohl im Action-Thriller «Fast & Furious 8» mit von der Partie als auch im SciFi-Abenteuer «Guardians of the Galaxy 2». Er spielt darin zwar keine Hauptrollen, aber es läuft für ihn. Heute wird er 66.

Mit inzwischen grauem Haar steht Russell in Hollywood hoch im Kurs. «Er ist der großartigste Typ, den ich mir vorstellen kann», schrieb der Regisseur James Gunn auf Facebook und besetzte ihn schon im ersten Teil «Guardians of the Galaxy». Für Quentin Tarantino stand Russell zuletzt im Western-Thriller «The Hateful 8» (2015) vor der Kamera. Er spielt darin einen Kopfgeldjäger, der die meiste Zeit an eine Frau (Jennifer Jason Leigh) angekettet ist, weil er die hohe Prämie auf den Kopf der Mörderin haben will.

Im wirklichen Leben ist der Hollywood-Star einer Frau seit Jahrzehnten fest verbunden, und das ohne Trauschein: Goldie Hawn, seine Leinwandpartnerin im Filmdrama «Swing Shift - Liebe auf Zeit» aus dem Jahr 1984. Beide waren da schon geschieden, die sechs Jahre ältere Hawn brachte zwei Kinder in die Beziehung mit, Russell einen Sohn. Ihr gemeinsames Kind, ihr Sohn Wyatt, ist inzwischen 30 und auch Schauspieler. Eine dauerhafte Beziehung hänge nicht von der Ehe ab. «Es geht um Kompatibilität und Kommunikation», sagte Hawn einmal im Interview der Zeitschrift «Porter».

Hawns Tochter, die Schauspielerin Kate Hudson (37, «Almost Famous»), hat nur Gutes über ihren Stiefvater zu sagen. Zu seinem 64. Geburtstag vor zwei Jahren gratulierte sie ihm auf Instagram mit den Worten: «Das ist ein Mann, der seine Familie zur Nummer eins in seinem Leben gemacht hat.» Er habe nie eine Schulaufführung, ein Fußballspiel oder eine Tanzdarbietung verpasst. «Egal, was er in seinem stressigen Leben zu tun hatte, er war immer da. Nicht weil er musste, sondern weil es für ihn keinen Ort auf dieser Erde gab, an dem er lieber gewesen wäre als bei seiner Familie.»

Von seinem Vater, dem Baseballspieler und «Bonanza»-Darsteller Bing Russell, hatte er die Liebe zum Sport und zur Schauspielerei geerbt. Kurt stand schon als Junge in den frühen 1960er Jahren vor der Kamera. Sein Debüt gab er an der Seite von Elvis Presley in der Komödie «Ob blond, ob braun». Mit 26 Jahren glänzte Russell in der Titelrolle als «King of Rock'n'Roll» in John Carpenters Fernsehbiografie «Elvis». Der Starregisseur machte ihn zudem weitere vier Male zu seinem Hauptdarsteller, auch in dem Endzeitspektakel «Die Klapperschlange» (1981) mit Russell als Anti-Helden, der den US-Präsidenten im verbrecherischen Manhattan aus einer lebensgefährlichen Lage befreit.

Russell hat im Laufe seiner langen Karriere in Hollywood Komödien («Overboard - Ein Goldfisch fällt ins Wasser» mit Hawn), Polit-Dramen («Silkwood» mit Meryl Streep), Science-Fiction-(«Stargate» für Roland Emmerich) und Katastrophenfilme («Poseidon» für Wolfgang Petersen) gedreht, ebenso Gewalt-Thriller (Tarantinos «Death Proof - Todsicher»). Seine Filmografie ist lang - und offenbar auch nicht zu Ende geschrieben.

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