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Lotto: Und der Staat verdient mit

Bereits sechs Millionengewinne gab es in NRW im Laufe des Jahres. So mancher Spieler freute sich über einen satten Jackpot, da die Kreuzen in genau der richtigen Anordnung gesetzt wurden. Doch während wir in unseren euphorischen Meldungen immer wieder das Glück der Spieler feiern, ist es auf der anderen Seite der Staat, der einen Nutzen aus der Begeisterung der Spieler zieht. Doch wie viel verdient der Fiskus tatsächlich?

Donnerstag, 18.04.2019, 10:07 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 10:11 Uhr
Mit rund 20 % der Lottoerlöse werden öffentliche Projekte finanziert. Foto: Pixabay.com / Hermann

Lotto noch vor Sportwetten

Blickt man auf die offiziellen Zahlen, so werden einige Punkte besonders deutlich. Einerseits zählen die Lotterien zu jenen Glücksspielen, die dem Staat besonders große Summen in die Kasse spülen. Dies liegt nicht nur an der Besteuerung der hohen Umsätze, die dadurch zweimal pro Woche generiert werden. Denn die Lotto GmbH verfügt andererseits über eine staatliche Beteiligung und ist vor diesem Hintergrund dazu in der Lage, weitere Gelder zu generieren.

Aktuell sind es rund 20 Prozent der Einsätze, die dem Staat letztlich als Gewinn zufließen. Zuletzt war hier die Rede von 1,67 Milliarden Euro, die einen wesentlichen Teil zum jährlichen Haushalt beitrugen. Entsprechend groß dürfte das Interesse der Handelnden sein, diese Geldquelle nicht zum Versiegen zu bringen, sondern das Angebot weiter zu fördern.

Möglich sind derart hohe Einkünfte auf der Basis des Wachstums, an dem sich die Lotterien in den letzten Jahren erfreuten. Bereits durch die Verlagerung des Angebots ins World Wide Web konnten viele neue Spieler von den Inhalten angesprochen werden. Dies gilt nicht nur für den Klassiker "6 aus 49", sondern auch für die jüngere Lotterie .

Öffentliche Projekte gefördert

Wie sehr sich der Staat dafür einsetzt, mit dem Geld der Spieler öffentliche Projekte zu fördern, zeigt sich am Beispiel von NRW besonders deutlich. Dort ist zunächst festzustellen, dass die Lotterien sehr fest im Alltag vieler Menschen verankert sind. Die große Zahl von Spielern ist dafür verantwortlich, dass mehrfach Millionengewinne ins Land fließen. Doch nicht nur im Bereich der Lotterien ist es zuletzt gelungen, öffentliche Gelder zu generieren. Die Westspiel GmbH, an der sich das Land über einen langen Zeitraum rege beteiligte, konnte diesen finanziellen Nutzen weiter ausbauen.

Einerseits ist es der breit gefächerte Bereich der Kunst, welcher immer wieder von den Lotto-Millionen gefördert wird. Lokale Museen wurden bei ihren neuen Ausstellungen unterstützt, Arbeitsplätze sollten so auch in strukturschwache Regionen kommen. Doch nicht allein dieses Feld, welches den gehobenen Schichten zur Verfügung zu stehen scheint, stand im Mittelpunkt des Interesses. Auf der anderen Seite konnte das Geld Vereinen zur Verfügung gestellt werden, die ihrerseits einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in der Gesellschaft leisten.

Die gute Tat als Marketing?

Längst scheinen führende Lotterien diesen positiven Einfluss der Gelder für sich und ihr Projekt erkannt zu haben. Nach dem Vorbild der Aktion Mensch bauen sie ihr Angebot ganz bewusst um die gute Tat herum auf. Dadurch schaffen sie für jeden Spieler zusätzliche Argumente, sich mit einem Los oder einem Tippschein zu beteiligen. Doch häufig reicht die normale Gewinnmarge aufgrund der geringen Verbreitung noch nicht aus, um den ersehnten Effekt auf Dauer zu erzielen.

Unter dieser Voraussetzung wird häufig versucht, die Kosten des einzelnen Scheins noch weiter in die Höhe zu treiben. So müssen sich die Spieler am Ende selbst fragen, ob hier das Verhältnis von Preis und Leistung noch den eigenen Vorstellungen entspricht oder bereits ein gesundes Maß überschritten wurde. Grundsätzlich ist es jedoch zu begrüßen, dass die Freude von Millionen von Menschen an einer Ziehung die Kraft hat, sogleich gemeinnützigen Projekten zum Durchbruch zu verhelfen und sie dauerhaft zu unterstützen.

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