Kanarisch verstehen
Schiefes Köpfchen heißt «Kraul mich!»

Aufplustern, Hacken, Köpfchen neigen: Kanarienvögel haben ihre eigenen Gesten und Töne, um zu kommunizieren. Auch für Halter kann es sich lohnen diese zu kennen. So weiß man, ob es den Tieren gut geht.

Mittwoch, 13.02.2019, 13:57 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 14:02 Uhr
Wenn ein Kanarienvogel sein Köpfchen schief hält und seinen Partner mit einem Auge beobachtet, möchte er von diesem gekrault werden. Foto: Caroline Seidel

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wenn ein Kanarienvogel-Männchen singt, kann das nur drei Gründe haben: Er markiert sein Revier, wirbt um ein Weibchen oder macht Begleitmusik zum Nestbau, erklärt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH).

Auch bestimmte Gesten und Bewegungen haben ihre Bedeutung. Hält einer der Vögel etwa das Köpfchen schief und beobachtet seinen Partner mit einem Auge, sei dies eine Aufforderung zum Kraulen.

Sitzt ein Kanarienvogel dagegen auf einem Bein, ist er entspannt und fühlt sich wohl. Aufplustern und den Kopf ins Gefieder stecken kann ebenfalls ein Ausdruck der Behaglichkeit sein. In der Sprache der Kanarienvögel ist laut IVH Hacken mit dem Schnabel dagegen eine aggressive Geste.

Das Schnabelwetzen ist häufig eine Beschwichtigungsgeste, kann aber auch lediglich eine Reinigungshandlung sein. Gegenseitige Gefiederpflege und Schnäbeln sind Zeichen der Zuneigung unter Kanarienvögeln.

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