Specials Trends beim Lernen 2018

Lernen geschieht in vielerlei Formen. Sei es der altbekannte Einzelunterricht oder das Lernen in Gruppen. Diese traditionellen Lernarten sind jedoch nicht passé, sondern werden in unserer heutigen Zeit besonders durch digitale Angebote ergänzt. Hier eine Übersicht über die Trends beim Lernen 2018. 

Specials: Trends beim Lernen 2018
Foto: colourbox.de

Spracherwerb via Skype bei Preply

Digitalisierung verändert gerade im Jahr 2018 auch die Nachhilfe. 21. Jahrhundert ist man nicht mehr auf den direkten Kontakt mit dem Lehrenden angewiesen. Anbieter wie Preply bieten ihren Unterricht auch online via Skype an. Gerade während der WM 2018 in Russland ist dies eventuell von Interesse, um sich mit den russischen Nachbarn über den Fortschritt ihrer Nationalmannschaft zu verständigen. Jedoch belaufen sich digitale Trends nicht nur auf den Spracherwerb während der WM. 

Digitales Lernen im Betrieb

Auch das Lernen im Kontext eines Betriebs verändert sich durch die Digitalisierung. Die immerwährende Verfügbarkeit des Internets macht es möglich, dass das Lernen ohne Unterbrechung in den Arbeitsalltag integriert und individuell an den jeweiligen Mitarbeiter angepasst werden kann. Wichtige Hilfsmittel sind hierbei Webinare (Seminare, die über das Internet gehalten werden) und informative Videos, welche die Mitarbeiter über neue Produkte informieren oder in eine Anwendung einweisen. Vorteile sind hierbei die geringen logistischen und finanziellen Aufwendungen, die ein digitales Angebot von Fortbildungen verursacht, da keine Mitarbeiter versammelt werden müssen und der Inhalt stets für jeden individuell verfügbar ist. 
Nachteile des digitalen Wandels 
Jedoch ist nicht alles, was die Digitalisierung bietet ein betrieblicher Vorteil. Einzelnes Lernen vor dem Bildschirm ist natürlich effizient, jedoch lernen sich die einzelnen Mitarbeiter nicht mehr gegenseitig kennen. Abhilfe kann hier das sogenannte integrierte Lernen schaffen. Hierbei wechseln sich Online- sowie Anwesenheitsphasen ab. So kann das Unternehmen das Beste aus beiden Welten vereinen. Es wird gespart und das soziale Miteinander ist gesichert.

Mobile Learning

Wie der Name dieses Verfahrens schon sagt, werden hier mobile Endgeräte verwendet. Mittlerweile gibt es kaum mehr Menschen, die kein Smartphone besitzen. Dies hat zur Folge, dass der Lernende stets Zugriff auf seine Inhalte hat und in jeder ungenutzten Minute (etwa bei Fahrtwegen in Bus, Bahn oder Tram) die Möglichkeit hat, sich weiterzubilden. Auch kann hier die soziale Komponente wieder in den Vordergrund treten: Soziale Einbindungen wie Foren zum Austausch und der Beantwortung auftauchender Fragen können den Lernerfolg ebenso verbessern. Die leichte Benutzung solcher Anwendungen spricht ebenfalls für Mobile Learning. Durch die Verbreitung von Touchscreens in Smartphones und anderen Technologien ist die Bedienung per Wischen und Tappen kein Hindernis mehr für das Erlernen neuer Fähigkeiten. Es gibt allerdings auch Möglichkeiten dem Lernen seinen Vermittlungscharakter komplett zu nehmen. 

Gamification: Spielend Lernen

Die sogenannte Gamification ist die Verwendung von Spielmechaniken, um unliebsame oder repetitive Vorgänge angenehmer zu gestalten. Jeder kennt dieses System eigentlich. Wann immer wir versuchen unseren Rekord beim Kistenschleppen zu brechen, dann ist eigentlich Gamification am Werk. Im Lernbereich lässt sich dieses Phänomen wunderbar anwenden, wenn es um das Verinnerlichen von Regeln geht. 

Beispiele für Gamification: Abnehmen und Vokabeln

Ein wunderbares Beispiel hierfür sind Kalorienrechner, die via Scanner die Nährwerte eines Nahrungsmittels anzeigen. Der Lernende versucht hierbei unter einer bestimmten Kalorienanzahl zu bleiben. Mit vielen gescannten Lebensmitteln lernt er schließlich, welche ihm Helfen sein Kalorienziel zu erreichen und ihn trotzdem satt machen. Der Lerneffekt tritt hier also implizit ein, durch Verinnerlichung der Regeln und deren optimierte Nutzung. Um die Langzeitmotivation zu steigern, werden hierbei oftmals Anreize gegeben, wie ein neues Level, wenn der Spieler 10 Tage lang durchgehalten hat. Hier spielen Apps zur Überwachung eine wichtige Rolle und lassen Virtualität und Realität nahezu verschmelzen.

Ein anderes Beispiel sind Applikationen zum Erlernen von Vokabeln. Eine solche Plattform ist Memrise. Hier werden nicht nur digitalisierte Vokabelkarten und ein dazugehöriges Punktesystem geboten. Ein Algorithmus kann dem Lernenden genau die Karten zeigen, die er sich immer wieder und immer wieder falsch einprägt. Dies wird oft mit zu ergänzenden Sätzen kombiniert. Eine alternative Lernmethode ist hier auch das Einprägen von Bildern in Kombination mit der Bedeutung des Worts. Die Inhalte werden hier hauptsächlich von Nutzern selbst erstellt, teils basierend auf verwendetem Lernmaterial in verschiedenen Sprachkursen auf der ganzen Welt. Auch stellen die Nutzer Gegner in der Jagd nach der höchsten Punktzahl dar, wobei es wöchentliche sowie dauerhafte Ranglisten gibt. Das motiviert und steigert den Lernerfolg bei solchen teils doch anstrengenden und repetitiven Aufgaben erheblich.

Wunderwaffe digitales Lernen

Insgesamt kann man sagen, dass die Digitalisierung das Lernen im 21. Jahrhundert eindeutig einfacher gemacht hat. Sei es bei der Fortbildung im Unternehmen, dem Lernen in der Schule oder der Universität oder dem privaten Spracherwerb. Dem netten Plausch über die Fußballergebnisse mit dem russischen Nachbarn steht somit nichts mehr im Wege.

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