Finanzen
Besser spät als nie: Altersvorsorge richtig angehen

Mit zunehmendem Alter wissen viele Arbeitnehmer genau, wie viele Jahre oder gar Monate sie noch arbeiten müssen. Was sie oftmals weniger genau wissen: Wie viel Rente sie nach Ende der Erwerbstätigkeit zur Verfügung haben. Dabei sollte der Ruhestand niemanden in unsicheres Fahrwasser bringen. Was sich auch noch spät für die Altersvorsorge tun lässt, steht hier.

Mittwoch, 22.05.2019, 10:26 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 10:33 Uhr
Der Ruhestand kommt schneller als gedacht. Foto: Unsplash.com / Matthew Bennett

Alle Möglichkeiten der Altersvorsorge nutzen

Das Rentensystem in Deutschland fußt auf drei Säulen. Die Basisvorsorge besteht aus der gesetzlichen Rentenversicherung, in die jeder Arbeitnehmer einzahlt. Auch berufsständische Versorgungswerke und die Rürup-Rente gehören zur ersten Säule. Daneben steht die geförderte Vorsorge mit betrieblicher Altersvorsorge und Riester-Verträgen. Die zweite Säule richtet sich an Arbeitnehmer und Familien mit Kindern. Die dritte Säule umfasst die private Altersvorsorge. Renten- und Lebensversicherungen gehören genauso dazu wie Fondssparpläne .

Allein mit der gesetzlichen Rente lässt sich der Lebensstandard im Ruhestand nicht halten. Verbraucher müssen privat vorsorgen, um keine finanziellen Einbußen zu erleiden. Je früher die Investition in private Altersvorsorgeprodukte beginnt, desto besser. Selbst kleine Beiträge zahlen sich langfristig aus.

Risikobereitschaft und Fixkosten abwägen

Wer erst spät mit Säule zwei und drei fürs Alter vorsorgt, sollte einige Punkte beachten. Zunächst gilt es, sich einen Überblick über die zu erwartende Rente zu machen. Wie hoch ist die gesetzliche Rente? Wie groß die Vorsorgelücke im Vergleich zum aktuellen Einkommen? Daneben spielen weitere Aspekte eine Rolle für die Vorsorgestrategie: das Risikoprofil und weitere finanzielle Verpflichtungen.

Renditestarke Anlageformen wie Fondssparpläne sind zwar reizvoll, kommen aufgrund des erhöhten Risikos für ältere Anleger aber nicht unbedingt infrage. Ist beispielsweise noch der Immobilienkredit abzubezahlen oder die Ausbildung der Kinder zu finanzieren, würde ein eventueller Verlust der Investitionen die Existenz bedrohen.

Besser für ältere Sparer eignen sich breit aufgestellte Mischfonds mit geringerem Risiko, die sich in kleiner Stückzahl erwerben und später auch wieder entnehmen lassen. Verfügen Anleger über ein hohes Eigenkapital, das nicht für Fixkosten herhalten muss, kann auch eine Sofortrente eine Alternative sein. Die Zinsen sind zwar gering, dafür garantiert der Versicherer eine lebenslange Leibrente.

Professionellen Rat suchen

Welche Produkte am ehesten zur Lebenssituation passen, wissen Profis. Unabhängige Finanzberater nehmen sich Zeit, die individuelle Einkommenssituation ihrer Anleger zu analysieren. Sie erstellen ein persönliches Finanzgutachten und erarbeiten ein bedarfsgerechtes Produktportfolio. Welche Vorteile haben Fonds gegenüber Sparkonten? Wie hoch darf das Risiko sein? Anleger sollten sich genau informieren und bei kleinstem Zweifel nachhaken. Bei Unklarheiten und Unsicherheiten stehen die Versicherungs- und Finanzvermittler Rede und Antwort und erklären die einzelnen Produkte genau.

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