Volleyball: Bundesliga USC schlägt Aachen 4:1 – und reist in den Nordosten

Münster -

Der Eindruck bestätigt sich: Der USC Münster ist gut in Schuss. Im Vorbereitungsspiel gegen LiB Aachen, das doch nicht der letzte Testballon war, gewann der Bundesligist in heimischer Halle mit 4:1. Das sah alles schon sehr gut aus.

Von Wilfried Sprenger
Hoch hinaus  ging es für die Volleyballerinnen des USC Münster gegen die Ladies in Black Aachen: Erica Wilson versenkt einen Ball im gegnerischen Feld.
Hoch hinaus  ging es für die Volleyballerinnen des USC Münster gegen die Ladies in Black Aachen: Erica Wilson versenkt einen Ball im gegnerischen Feld. Foto: Peter Leßmann

Mit 4:1 gewann der USC Münster am Donnerstag sein Testspiel gegen LiB Aachen . Solch ein Ergebnis gibt es im Volleyball nicht alle Tage. Doch in Freundschaftspartien muss sich niemand an Ordnungen halten. Die Bundesliga-Konkurrenten hatten fünf Sätze vereinbart. Und genau die wurden dann auch gespielt. Aachen gewann den ersten Abschnitt (25:22), Münster die restlichen vier (25:23, 25:13, 25:21, 15:10). Nach zwei Stunden gehörte die Halle wieder dem Hausmeister.

In neun Tagen ist Saisonstart in der Damen-Bundesliga, eigentlich sollte der Wettkampf am Donnerstag der letzte vor der Jagd auf die Punkte sein. Doch in der nächsten Woche schieben die Unabhängigen nun doch noch zwei Sonderschichten ein: Dienstag und Mittwoch ist der USC nach Mecklenburg-Vorpommern eingeladen. Dort kommt es zu Vergleichen mit dem Schweriner SC. Der Ex-Meister aus dem Nordosten der Republik möchte ab sofort wieder die Spitzenmannschaften Dresdner SC und Allianz MTV Stuttgart angreifen, es wird vermutlich eine stramme und intensive Generalprobe für die Münsteranerinnen.

Mit Aachen hatte Münster diesmal eine jener Mannschaften zu Gast, die er in der Bundesliga unbedingt hinter sich lassen möchte. Im Spaziergang wird dies nicht zu schaffen sein. Die Ladies in Black, deren Erstliga-Verbleib aus wirtschaftlichen Gründen für kurze Zeit auf der Kippe stand, hat um Trainerin Saskia Hintum (in den 90ern Deutsche Meisterin mit CJD Berlin) ein neues Team formiert, das zu kämpfen versteht. Im ersten Satz brachten die Gäste am Donnerstag einige Angriffe durch und kratzten etliche Bälle aus den Ecken des Feldes. Der USC hatte durchaus Mühe und lag auch im zweiten Durchgang lange zurück. Erst am Ende drehte er den Abschnitt noch. Juliane Langgemach hatte dabei gute Szenen im Block, Hanna Orthmann agierte sehr couragiert, Leonie Schwertmann streute eine Aufschlagserie ein.

Trainer Andreas Vollmer wechselte im dritten Satz durch, nun durften auch Kaissa Alanko, Bogdana Anisova und Jennifer Keddy aufs Parkett. Präsident Jörg Adler, tags zuvor 70 Jahre alt geworden, blickte zufrieden in die Runde: „Ich glaube, wir haben da ein sehr homogenes Team beieinander.“ Bis zum Start am 23. Oktober sollte auch das Trikot-Pro­blem gelöst sein. Am Donnerstag spielten die Neuen noch in Shirts, die mit den Namen jener Spielerinnen beflockt waren, die den USC im Sommer verließen.

In den Sätzen drei, vier und fünf hatte Münster leichtes Spiel. Über präzise und harte Aufschläge zog der Gastgeber Aachen in der Annahme den Zahn. Zwischenzeitlich kam fast kein Widerstand mehr vom Gegner, ehe van Hintum ihre Mannschaft noch einmal zusammentrommelte und um mehr Gegenwehr bat. Zählbares sprang aber nicht mehr heraus, der USC behielt Spiel und Gegner im Griff und freut sich nun auf die Generalprobe nächste Woche in Schwerin.

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