Passivität und Baustellen Meister BR Volleys kritisiert Verband

Berlin (dpa) - Der deutsche Meister BR Volleys kritisiert den Deutschen Volleyball-Verband für die andauernde Bundestrainer-Suche und bemängelt die Vermarktungsstrategie.

Von dpa
Volleys-Kapitän Robert Kromm (l) und Trainers Roberto Serniotti im Gespräch.
Volleys-Kapitän Robert Kromm (l) und Trainers Roberto Serniotti im Gespräch. Foto: Rainer Jensen

«Ich bin vom Verband sehr enttäuscht. Wir schaffen es nicht, in den letzten Jahren unsere Erfolge zu vermarkten. Man kriegt einfach nichts mit und das ist schade», sagte Volleys-Kapitän Robert Kromm in Berlin kurz vor dem Saisonbeginn. Der 194-malige Nationalspieler bemängelt auch die Ungewissheit über den neuen Bundestrainer: «Ich habe noch überhaupt keinen Namen gehört, von niemandem, das ist auch ein bisschen erschreckend.»

Vital Heynen hatte nach der verpassten Olympia-Qualifikation des WM-Dritten Deutschland im Januar seinen Rückzug angekündigt. Der Belgier trainiert von dieser Saison an sein Heimatland und den Berliner Dauer-Rivalen VfB Friedrichshafen .

«Bemerkenswert» findet BR-Volleys-Manager Kaweh Niroomand, dass noch immer kein neuer Bundestrainer präsentiert wurde. «Mir kommt es ein bisschen so vor, dass der Verband ein wenig Passivität zeigt, um es mal freundlich auszudrücken. Es sind viele Baustellen, die geschlossen werden müssen», sagte Niromaand. Der Macher beim Triple-Gewinner fügte hinzu: «Im Nachwuchsbereich machen die Trainer auch nicht einen zufriedenen Eindruck.»

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