Sportwirtschaft Mainz 05: Von den Anfängen in der Bundesliga zur internationalen Marke

Der FSV Mainz 05 hat sich in den vergangenen Jahren fest in der Bundesliga etabliert. Durch vernünftiges Wirtschaften, gute Nachwuchsarbeit und Scouting sowie eine hervorragende Arbeit hinter den Kulissen holt der Verein in jeder Saison das Optimum aus seinen Möglichkeiten heraus. Langfristig gesehen dürfte es für Teams wie Mainz in der Bundesliga jedoch immer schwieriger werden, finanziell mitzuhalten. Nicht ohne Grund versuchen viele Bundesligisten, sich heute viel internationaler aufzustellen. Lukrative Sponsoren aus dem Ausland sind eine wichtige Finanzstütze für die Zukunft und gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Sportwirtschaft : Mainz 05: Von den Anfängen in der Bundesliga zur internationalen Marke
Foto: Flickr

Der Sprung in die Bundesliga

Der Aufstieg des FSV Mainz 05 in die Bundesliga ist zunächst einmal mit zwei Namen verbunden. Mit Christian Heidel hatte der Verein über viele Jahre einen Manager, der bis 2005 nicht nur ehrenamtlich arbeitet, sondern auch immer wieder wichtige Glücksgriffe tat. Hierzu gehörte 2001 die Beförderung des damaligen verletzten Abwehrspielers Jürgen Klopp zum neuen Cheftrainer des Vereins. Unter Heidel und Klopp entwickelte sich Mainz zu einem Spitzenteam in der zweiten Liga und schaffte schließlich 2004 den Sprung in die Bundesliga. Nach einem zwischenzeitlichen Abstieg und dem Wechsel von Klopp zu Borussia Dortmund bewies Manager Heidel 2010 erneut sein gutes Händchen. Mit Thomas Tuchel beförderte der Mainzer-Manger den Trainer der A-Jugend zum neuen Cheftrainer der Bundesliga. Tuchel etablierte die den FSV dann schließlich in der Liga und machte den Verein zu einer festen Größe.
Die Finanzschere wächst

Im Gegensatz zu Traditionsvereinen wie dem Hamburger SV, Werder Bremen oder Eintracht Frankfurt gelang es den Mainzern in den vergangenen Jahren, trotz überschaubarer finanzieller Mittel dem Abstiegskampf fern zu bleiben. Damit dies aber auch in Zukunft der Fall bleibt, sind Vereine wie der FSV noch stärker als Ligagrößen wie Dortmund oder Bayern auf Sponsoren angewiesen. Gerade das Ausland ist hier zunehmend interessant. In einem ersten Schritt konnte Mainz kürzlich den internationalen Reifenhersteller Coopertires für eine Zusammenarbeit gewinnen. Dies soll jedoch im Idealfall nur der Anfang sein. Die Bundesliga muss finanziell aufholen, wenn sie mit den Vereinen in der Premiere League mithalten möchte. Wie groß der Unterschied ist, wird klar, wenn man sich vor Auge führt, dass Mainz als Tabellensechster der Vorsaison rund 40 Millionen Euro TV-Gelder erhält. Im Vergleich dazu erhält Aston Villa als Letzter der Premiere League mit 87,5 Millionen über das Doppelte.

International noch besser aufstellen

Einer der Gründe für die höheren Einnahmen der Premiere League ist die bessere internationale Ausrichtung der Vereine. Während die Bundesliga sich lange Zeit nur auf den heimischen Markt konzentriert hat, waren die englischen Teams auch in Asien und den USA aktiv. Mittlerweile arbeiten viele Bundesligisten wie Mainz 05 daran, diesen Rückstand aufzuholen. Mit dem neuen Sponsor Cooper Tire zeigt sich, dass die Anstrengungen langsam Früchte tragen. Durch steigende Bekanntheit in wichtigen Märkten wie in Asien oder in Amerika rückt die deutsche Liga nun zunehmend in den Fokus von ausländischen Sponsoren. Internationale Unternehmen haben erkannt, dass man in der Bundesliga nicht mehr nur Werbung in Deutschland macht. Sponsoren wie Cooper Tire dürften für Mainz nur der Anfang sein und stellen eine echte Chance für die Zukunft da.

Bild: Flickr CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten Mainz2 Ungry Young Man

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