Fußball: Landesliga SVB verpasst Überraschungscoup

Senden -

Der SV Burgsteinfurt hatte beim VfL Senden einen Punkt vor Augen, doch am Ende kam es knüppeldick für den heimischen Fußball-Landesligisten.

Von Heiner Gerull
Die Entscheidung: Sendens Elfmeterschütze Abed Rabah verlädt Burgsteinfurts Keeper Timo Lindstrot und schiebt ins linke Eck zum 3:2-Endstand ein.
Die Entscheidung: Sendens Elfmeterschütze Abed Rabah verlädt Burgsteinfurts Keeper Timo Lindstrot und schiebt ins linke Eck zum 3:2-Endstand ein. Foto: Simon Walters

Landesligist SV Burgsteinfurt war wieder einmal für eine Überraschung gut, als er gestern im Punktspiel beim VfL Senden in der 21. Minute den auf einem Kurzurlaub in der Heimat befindlichen Thomas Artmann einwechselte. Der Coup brachte allerdings nicht den erhofften Effekt, denn nach der 2:3 (1:1)-Niederlage beim Aufsteiger standen die Stemmerter am Ende mit leeren Händen da. Und als wäre die Niederlage nicht schon ärgerlich genug, sahen in der Schlussphase die SVB-Akteure Max Feldhues (79.) und Fabian Erber (82.) auch noch Rote Karten.

„Wir haben ein gutes Spiel gegen eine gute Mannschaft abgeliefert. Als wäre die Niederlage nicht schon bitter genug, sind uns am Ende durch die Feldverweise zwei Spieler weggebrochen. Das macht die Niederlage noch bitterer“, lautete das Fazit von André Bischoff, der gestern den urlaubenden Chefcoach Christoph Klein-Reesink vertrat.

In der Tat zeigten die personell arg dezimierten Burgsteinfurter physisch und mental eine respektable Leistung. So hinterließ der 0:1-Rückstand durch Florian Kaling in der 19. Minute keinerlei Wirkung. Denn nur zwei Minuten später wechselte Bischoff seine „Geheimwaffe“ Artmann ein. Er kam für Armin Omerovic, der sich schon beim Aufwärmen vor dem Spiel eine Zerrung zugezogen hatte.

Artmann stellte auch gleich unter Beweis, dass er quasi aus dem Stand heraus seiner Mannschaft weiterhelfen kann. In der 24. Minute setzte er sich auf dem linken Flügel durch, flankte nach innen zu Lukas Bahlmann, der die Kugel in den linken oberen Torwinkel nagelte. Das 1:1 geriet zwar unmittelbar vor dem Seitenwechsel in Gefahr, als Dennis Otto nach einem Solo frei vor Timo Lindstrot auftauchte. Doch der SVB-Keeper wehrte den flach auf das Tor geschossenen Ball ab und rettete seiner Mannschaft zur Pause das Remis.

In der 47. Minute folgte die zweite kalte Dusche, als Felix Stutenkemper nicht energisch genug attackiert wurde, so dass der Sendener aus gut 15 Metern zum 2:1 voll­endete. Der SVB reagierte prompt, indem er den Vorwärtsgang einlegte und auf den Ausgleich drängte. In der 64. Minute wurden die Gäste belohnt, als Alexander Hollermann das Leder auf Flanke von Kevin Behn im Nachsetzen an VfL-Keeper Mario Dening vorbei ins Tor bugsierte. Nur drei Minuten später hätte Hollermann nach mustergültiger Vorarbeit von Alex Bügener und Dominik Wessels sogar das 3:2 auf dem Fuß, doch der Angreifer kam einen Schritt zu spät gegen Dening.

In der Schlussphase wurden die Hoffnung auf einen Burgsteinfurter Teilerfolg aber jäh zerstört. Als in der 79. Minute Abed Rabah nach einem Eckstoß gegen die unsortierte SVB-Abwehr frei zum Kopfball kam, wehrte Max Feldhues den Ball auf der Torlinie stehend im Stile eines Torhüters mit den Händen ab – Rote Karte und Elfmeter für Senden, den Rabah zum 3:2 versenkte. Nur drei Minuten später wurde Innenverteidiger Fabian Erber halbgar angespielt. Beim Versuch, den Ball zu verarbeiten, sprintete Jens Reickert dazwischen und setzte zu einem Spurt auf das SVB-Tor an. Erber hielt den Sendener am Trikot fest und sah ebenfalls Rot.

SV Burgsteinfurt: Lind­strot – Brake (89. Sandmann), Erber, Hauptmeier, Wessels – Feldhues, Bügener – Bahlmann, Omerovic (21. Artmann), Behn (83. Kiwit) – Hollermann. – Tore: 1:0 Kaling (19.), 1:1 Bahlmann (24.), 2:1 Stutenkemper (47.), 2:2 Hollermann (64.), 3:2 Rabah (79./Handelfmeter). – Bes. Vorkommnisse: Rote Karten gegen die Burgsteinfurter Feldhues (79.) und Erber (82.).

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