Fußball: Landesliga Quartett gesprengt

Burgsteinfurt -

Unter denkbar ungünstigen Vorzeichen steht das Auswärtsspiel des SV Burgsteinfurt beim SV Dorsten-Hardt, das auf Freitag vorgezogen wurde. So puzzelt Trainer Christoph Klein-Reesink derzeit, wer das Tor hüten kann.

Von Heiner Gerull
Der SV Burgsteinfurt muss im Punktspiel in Dorsten nicht nur auf Nicholas Beermann (oben, li.) und Sven Meckelholt (oben, re.) verzichten. Auch deren Stellvertreter Timo Lindstrot (unten, li.) und Jan Klaber stehen nicht zur Verfügung
Der SV Burgsteinfurt muss im Punktspiel in Dorsten auf Nicholas Beermann (Foto) und Sven Meckelholt verzichten. Auch deren Stellvertreter Timo Lindstrot und Jan Klaber stehen nicht zur Verfügung Foto: Thomas Strack

Christoph Klein-Reesink brauchte nicht lange nach einer Antwort zu suchen, als er gefragt wurde, wie denn die Trainingswoche verlaufen sei. „Bescheiden“, sagt er. „Zum einen wirkte die Niederlage gegen Mesum nach. Und dann ist da noch die personelle Entwicklung, die Probleme bereitet“, bringt er das Manko beim heimischen SV Burgsteinfurt auf den Punkt. Das sind Faktoren, die nicht gerade zuversichtlich für das auf Freitag (19 Uhr) vorgezogene Punktspiel der Gelb-Roten beim SV Dorsten-Hardt stimmen.

Die alles überlagernde Frage lautet: Wer soll heute Abend das SVB-Tor hüten? Selbst Klein-Reesink kann darauf keine Antwort geben. Denn den Stemmertern gehen nicht nur die Feldspieler, sondern auch die Torhüter aus. Bekanntlich fallen die beiden Stammkeeper Nicholas Beermann und Sven Meckelholt verletzungsbedingt aus. Und da auch Timo Lindstrot, der zuletzt gegen Mesum zwischen den Pfosten stand, aus privaten Gründen verhindert ist, ist guter Rat teuer. „Mit Timo versuchen wir auszuloten, ob da vielleicht doch etwas geht. Eine Lösung ist allerdings nicht in Sicht“, sagt Klein-Reesink.

Der SV Burgsteinfurt und seine Torhüter – das scheint sich in dieser Saison zu einer leidvollen Geschichte zu entwickeln. Zumal auch Jan Klaber, etatmäßiger „Schnapper“ der „Zweiten“ sowie Marvin Beckonert nicht verfügbar sind.

Und als wäre das SVB-Lazarett nicht schon voll genug, hat sich Angreifer Armin Omerovic kurzfristig dazu entschlossen, sich in den Urlaub zu verabschieden. Zudem lagen in der Woche auch noch Dominik Wessels und Ole Liemann flach. Beim SV Burgsteinfurt scheint sich gerade alles in Wohlgefallen aufzulösen. Wie will die Mannschaft angesichts dieser Missstände das Abstiegsgespenst verscheuchen?

Klein-Reesink bleibt nur die Flucht nach vorne. „Lamentieren hilft uns nicht weiter, da müssen wir jetzt durch. Schon in Dorsten müssen wir anfangen zu punkten“, erläutert der Trainer. Einer, der dazu beitragen soll, ist Fabian Erber. Der Allrounder fehlte zuletzt wegen einer Fußprellung. Die ist inzwischen abgeklungen.

Allerdings wird es für den SVB nicht einfach, etwas Zählbares mitzubringen. Denn auf dem heimischen Kunstrasenplatz sind die Dorstener eine Macht, wie der Blick in die Statistik verrät. So ist die Mannschaft von Trainer Marc Wischerhoff zu Hause noch ungeschlagen, schickte den SC Münster 08 und die DJK Eintracht Coesfeld mit Niederlage auf die Heimreise.

Aber sollte es den Gelb-Roten gelingen, ähnlich konsequent und diszipliniert wie über 50 Minuten gegen den SV Mesum zu Werke zu gehen, dann sollte auch in Dorsten etwas auszurichten sein.

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