Fußball: Bezirksliga Es fehlen wenige Minuten

Kinderhaus/Greven -

Für Greven 09-Trainer Thomas Fraundörfer war die Torfolge gegen Westfalia Kinderhaus mehr als ärgerlich. Sein Team führte mit 1:0, kassierte aber zehn Minuten vor Schluss noch zwei Gegentreffer. Dennoch war der 2:1-Sieg von Kinderhaus verdient.

Von Christian Lehmann
Vollversammlung im Grevener Strafraum: Lange hielt die Nullneun-Defensive um den starken Schlussmann Patrick Hinkerohe (l.) dem Druck von Westfalia Kinderhaus Stand. Am Ende holte jedoch der Favorit die drei Punkte, weil ihm in den Schlussminuten doch noch zwei Treffer gelangen. Jetzt hängt die Rote Laterne in der Schöneflieth.
Vollversammlung im Grevener Strafraum: Lange hielt die Nullneun-Defensive um den starken Schlussmann Patrick Hinkerohe (l.) dem Druck von Westfalia Kinderhaus Stand. Am Ende holte jedoch der Favorit die drei Punkte, weil ihm in den Schlussminuten doch noch zwei Treffer gelangen. Jetzt hängt die Rote Laterne in der Schöneflieth. Foto: Heimspiel / Christian Lehmann

Der 2:1 (0:0)-Sieg des SC Westfalia Kinderhaus gegen Greven 09 war hochverdient, keine Frage. Doch irgendwie musste man trotzdem Mitleid mit den Gästen haben, denn die lieferten an der Großen Wiese ein starkes Spiel, steckten erneute Ausfälle zweier Leistungsträger weg und gingen spät in Führung. Doch es reichte nicht, nach der Pleite hängt die Rote Laterne nun in der Schöneflieth .

„Wir haben versucht, mit bescheidenen Mitteln ein Spiel zu bestehen. Das hat sogar über weite Strecken gut funktioniert. Am Ende konnte man dann aber sehen, dass wir auf dem Zahnfleisch gehen“, meinte Thomas Fraundörfer zur guten Leistung seiner Elf. Er muss nach Ausfällen von Jonas Rüschenschulte und Kapitän Niklaas Houghton sein Team für die nächste Partie in Neuenkirchen in zwei Wochen erneut umbauen.

In der ersten Hälfte kamen die Gastgeber kaum vor das gegnerische Tor, das die Nullneuner mit ganz einfachen Mitteln, zu Beginn gar mit einer Fünfer-Abwehrkette, gut verteidigten. Als nach 20 Minuten Schlussmann Patrick Hinkerohe das Spiel mal nicht mit einem langen Schlag eröffnen wollte, rügte ihn Fraundörfer: „Nein, da warten die nur drauf!“

Nach dem Wechsel vereitelte Hinkerohe nicht nur eine Doppelchance von Brockhoff und Demirdag (47.), sondern hatte auch bei einem Freistoß von Dominic Tomasso und dem Nachschuss Brockhoffs die Finger am Ball (50.). Auch Luca Jungfermann (51./59.) und Fidan Zeqiri (64.) trafen nicht. Dann stellte Emre Kücükosman das Spiel auf den Kopf, Grevens Zehner setzte den Ball mit einem herrlichen Fallrückzieher in den Knick (0:1/77.).

Erst jetzt entdeckten die Kinderhauser die Effizienz, die ihnen bis dahin gefehlt hatte, für sich. Nach Zuspiel von Jungfermann rutschte Hinkerohe der Ball durch, Tomasso stupste den Ball ins Tor (1:1/82.). Keine drei Minuten später leitete Engin Demirdag den Ball direkt auf den eingewechselten Johannes Kämmerling weiter, dieser vollstreckte eiskalt zum Endstand (2:1/85.). Greven 09: Hinkerohe – Schlautmann, Kraus, Seye, Mennemeyer, Glanemann – Rüschenschulte (40. Sooky), Houghton (63. J. Kortevoß), Kücükosman (86. Brüning), Herting – Lakenbrink Tore: 0:1 Kücükosman (77.), 1:1 Tomasso (81.), 2:1 Kämmerling (85.).

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