Fußball: Westfalenliga Klare Qualitätsunterschiede zwischen Preußen II und Roxel

Münster -

Überraschend kam dieses Endergebnis nun wirklich nicht. Im Derby schlug Preußen Münster II den BSV Roxel mit 4:1. Dass beide Mannschaften nächstes Jahr noch in einer Liga spielen, ist fast ausgeschlossen. Die einen streben nach oben, die anderen sind kaum zu retten.

Von Thomas Austermann
Ganz unten und fast ganz oben: Roxels Lukas Kintrup (l.) kommt gegen Fabian Kerellaj einen Schritt zu spät.
Ganz unten und fast ganz oben: Roxels Lukas Kintrup (l.) kommt gegen Fabian Kerellaj einen Schritt zu spät. Foto: Wilfried Hiegemann

In diesem Westfalenliga-Stadtduell manifestierten sich die bekannten Unterschiede. Die Zweite des SC Preußen setzte sich als heimstärkste Elf mit 4:1 (2:0) gegen das Schlusslicht BSV Roxel durch, das auswärtsschwächste Klassenmitglied.

Lediglich 18 Treffer schreibt sich der Tabellenletzte insgesamt gut – 21 hat alleine Luca Steinfeldt nach seinem SCP-Dreierpack auf dem Konto. Er und andere individuell stärkere Preußen machten ein Spiel klar, das der in der Not als Stürmer eingesetzte Roxeler David Zovko zwar mit dem Ehrentreffer beschloss, das genau er aber auch sehr spannend hätte gestalten können.

Denn nach Sekunden lief der Kroate halblinks alleine auf Stephan Tantow zu und scheiterte, vom Freiraum überrascht, am starken SCP-Schlussmann, der am Saisonende seinen Abschied vom Adlerclub nimmt. Zu gerne würde er das als Aufsteiger tun. Er hatte eine sehr offensive Feldbesetzung vor sich, in der defensiv auch Jannik Borgmann und offensiv Tobias Warschewski mitwirkten. Der sorgte gemeinsam mit Steinfeldt für viel Roxeler Arbeit, die höchst aufmerksam und in großer Geschlossenheit erledigt wurde. „Wir wollten die geballte Offensivpower direkt auf den Platz bringen“, sagte SCP-Trainer Sören Weinfurtner und musste doch Geduld aufbringen. Verteidiger Henrik Wesberg vergab nach einem Standard die zweite Gäste-Szene. Rechts herum machte für die Preußen André Born enorm viel Dampf. Seine Flanke auf die andere Seite nahm der klug herbeigesprintete Steinfeldt vehement zum 1:0 ab (40.). Noch vor der Pause erhöhte der Torjäger nach einer Hereingabe von Julian Sammerl (45.+1). Das ging zu schnell für die BSV-Kette.

Mit Patrick Gockel in der Zentrale kam Roxel zurück, musste aber den dritten Steinfeldt-Treffer schlucken (51.). Mehmet Kara und Warschewski bereiteten vor. Der für den Moment lädierte BSV-Verteidiger Dickens Toka konnte nicht rettend eingreifen. Steinfeldt blieb der im Abschluss gefährlichste Mann, das 4:0 (62.) erzielte aber der eingewechselte Ali Ibraim nach starkem Anspiel von Nils Burchardt. Dieser Preuße wurde im Laufduell von Zovko beiseite geräumt vor dem 1:4 (78.).

BSV-Coach Sebastian Hänsel schafft es ja trotz der Perspektive immer, seine Elf zu motivieren. „Das Szenario aber ist uns bekannt. Wir gehen nie in Führung. Diesmal hat uns die individuelle Qualität der Preußen geschlagen – die bieten zwei sehr clevere Stürmer auf.“ SCP: Tantow – Mause, Borgmann (64. Böhmer), Sammerl – Budak (57. Ibraim), Burchardt – Born, Kerellaj, Kara (77. Schmitz) – Warschewski, Steinfeldt BSV: Neuhaus – Groß (59. Taniguchi), Wesberg, Toka, Krieger – Kintrup, Andrick – Güllü (46. Gockel), Hatam, Cilic (69. Hunnewinkel) – Zovko

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