Fußball: A-Junioren-Bundesliga Preußen fehlt gegen Bochum ohne die Top-Stürmer Durchschlagskraft

Münster -

Die Weichen für den Kader der neuen Saison stellen die Preußen aktuell nach und nach. Sportlich geht es in der Liga nicht mehr um viel. Daher war die zweite Niederlage gegen den VfL Bochum binnen weniger Tage auch zu verkraften. 0:3 hieß es am Ende.

Von Thomas Austermann
Johan Scherr (l.) und Lukas Frenkert im Duell mit Bochums Enes Oguz Schuck (r.)
Johan Scherr (l.) und Lukas Frenkert im Duell mit Bochums Enes Oguz Schick (r.). Foto: Peter Leßmann

Drei Tage nach dem Westfalenpokal-Spiel gab es das A-Junioren-Duell in der Bundesliga-Neuauflage. Nach dem 0:2 am Mittwoch verloren die Jungfußballer des SC Preußen mit 0:3 (0:3) gegen den reiferen und durchschlagskräftigeren VfL Bochum, der noch gen DM-Endrunde schaut.

Auf der Zielgeraden wird das Preußen-Manko immer offensichtlicher: 2018 erzielte die Elf in acht Partien acht Treffer. In der Hinrunde noch setzten Justin Steinkötter (jetzt Mönchengladbach) und bis vor wenigen Wochen auch Cyrill Akono (jetzt im Kader der SCP-Ersten) die Umschaltattacken in Tore um. Bei allem Bemühen hat die Elf den Qualitätsverlust nicht auffangen können. Ob das Duo gegen den sattelfesten VfL entscheidend hätte wirken können, sei dahingestellt. Aber gefährlicher wären die Aktionen wohl allemal gewesen und der Vortrag weniger ausrechenbar.

Die neu formierte Adlerelf hatte zunächst viel Ballbesitz, begann forsch und vorwärtsorientiert. Aber die dynamischen Gäste setzten Positionsvorteile und individuelle Klasse um. Binnen Minuten rissen sie wirkungsvoll Lücken in die nicht miteinander verknüpfte Preußenkette. Ulrich Bapoh traf (19.) und bediente Dominik Steczyk in der Mitte herrlich (31.), ehe Außenverteidiger Enes Schick widerstandlos im Slalom durchbrach und zum 3:0 einschob (33.). Chancenlos war Münsters Schlussmann Gianni Honsel, der für Luis Klante spielte. Auch weil er für eine nächste Saison bleibt – wie aus dem aktuellen Kader auch die Feldspieler Lukas Frenkert, Alexander Stummer, Mohammed El Gourari und Ali Merhi.

„Wir kassieren zwei Treffer in Unterzahl“, sagte SCP-Trainer Cihan Tasdelen. Er sah mit kritischem Auge, dass sich der blutende Frenkert nicht auf dem Platz behandeln ließ und für eine Unterbrechung sorgte, sondern minutenlang jenseits der Linien. „Clever ist das nicht.“ Die wiederholt patzende Dreierkette fing sich wieder, auch sorgten Umstellungen für mehr Wehrhaftigkeit. Bochum kontrollierte im dosierten Tempo die Restspielzeit und erlaubte dem Gastgeber keine Abschluss-Szene. „Aber alle haben Charakter gezeigt – solche Spiele verliert man sonst noch höher“, so Tasdelen. SCP : Honsel – Scherr, Lackmann, Merhi – Stummer (81. Winter), El Gourari, Knüver (62. Ströker), Schulz – Frenkert, Cakmakci (57. Touray), Conze

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