Fußball: Kreisliga B FC Mecklenbeck gegen Fortuna Schapdetten: 13 Monate Sperre für Kopfstoß

Münster -

Mit einem üblen Kopfstoß streckte ein Spieler des B-Ligisten FC Mecklenbeck einen Kontrahenten von Fortuna Schapdetten nieder und brach ihm das Nasenbein. Die Kreisspruchkammer ahndete diese Tätlichkeit und sperrte den Übeltäter für 13 Monate.

Von Mario Lacroix
Rot gegen einen Spieler des FC Mecklenbeck: Der hatte zuvor seinen Gegner übel verletzt.
Rot gegen einen Spieler des FC Mecklenbeck: Der hatte zuvor seinen Gegner übel verletzt.

Nach dem Kreisliga B-Spiel zwischen Fortuna Schapdetten und dem 1. FC Mecklenbeck im Oktober 2017 war es zu schweren Anschuldigungen gegen drei Mecklenbecker Spieler gekommen. Gegen zwei Spieler waren die Urteile bereits Ende November gesprochen. Am Donnerstagabend klärte das Kreissportgericht (KSG) unter Vorsitz von Manfred Mönig in Westbevern den Fall vollständig auf: Für insgesamt 13 Monate wird der Dritte aus dem Verkehr gezogen.

„Der Täter ist durch die Anschuldigungen der Zeugen überführt“, begründete Mönig. Darunter der Schapdettener Spieler, den der Beschuldigte per Kopfstoß eine erhebliche Nasenbeinfraktur zugefügt haben soll. Da er den FCM-Akteur seit Jahren als Gegenspieler kenne, habe er ihn glaubhaft identifizieren können. Ein Club-Vertreter Fortunas erkannte den vermeintlichen Übeltäter, der sich noch vor dem Zivilgericht verantworten wird, anhand der Rückennummer und der Kapitänsbinde.

Der ersten Verhandlung vom 30. November war der Hauptbeschuldigte wegen eines Todesfalls in der Familie fern geblieben. Ein Urteil blieb damals aus. „Wir wollen die Ahndung nicht aussprechen, ohne den Beschuldigten gehört zu haben“, hatte Mönig Ende November erklärt. Nun sprach der Beschuldigte auch im Januar nicht, „auf Anraten seines Anwalts“, sagte der anwesende FCM-Vorsitzende. Der hatte das Gericht provoziert, indem er den Beschuldigen trotz der bis zum neuen Verhandlungstag verhängten Sperre bei den Stadtmeisterschaften Ende Dezember auflaufen ließ. Das brockte dem Spieler eine Verlängerung der Sperre ein. Für 12 Monate (Tätlichkeit) und zwei Monate (unberechtigter Einsatz) gibt es Mengenrabatt, sprich insgesamt 13 Monate.

Im zweiten B-Liga-Verfahren des Abends zogen die Vertreter des SC Münster 08 III ihren Einspruch gegen die Spielwertung vom 12. November 2017 gegen den IKSV Münster (1:2) zurück. Die Aussicht, den Vorwurf belegen zu können, ein gesperrter Spieler des IKSV habe unter falschem Pass mitgewirkt, war schnell dahin.

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