Fußball: 3. Liga KSC und Würzburg nach Trainer-Umfrage favorisiert, Preußen drei Mal genannt

Münster -

Preußen Münster ist der am sechsthäufigsten genannte Name, wenn es um die Aufstiegskandidaten in der 3. Liga geht. Angeführt wird das Ranking nach einer Trainer-Umfrage vom Karlsruher SC und den Würzburger Kickers. Leise Kritik an den Subventionen für die Zweitliga-Absteiger gibt es auch.

Benno Möhlmann legte sich wie viele andere auf den KSC und Würzburg als Aufstiegskandidaten fest.
Benno Möhlmann legte sich wie viele andere auf den KSC und Würzburg als Aufstiegskandidaten fest. Foto: Johannes Oetz

Was haben die Trainer Uwe Koschinat (Fortuna Köln), Stephan Schmidt (Würzburger Kickers) und Jens Härtel (1. FC Magdeburg) gemeinsam? Logisch, sie sind alle drei in der 3. Liga beschäftigt, freuen sich auf den Saisonstart am Wochenende und haben wahrscheinlich mit ihrem Team eine kraftraubende Vorbereitung hinter sich. Vor allem aber hat das Trio anders als die 17 Berufskollegen Preußen Münster in einer Umfrage der Sportagentur MSPW auf dem Zettel, wenn es um die Aufstiegsfavoriten geht.

Insgesamt beriefen sich die Coaches auf einen nicht unüblichen Reflex: Sie nannten vor allem die Zweitliga-Absteiger. Das ist in diesem Jahr logischer denn je, denn der Karlsruher SC (19 Stimmen) und die Würzburger Kickers (14) haben zweifellos am meisten investiert und die prominentesten Profis verpflichtet. Das neue Sturmduo der Badener lautet Anton Fink (Rekord-Torschütze der 3. Liga) und Dominik Stroh-Engel (zuletzt bei Erstligist Darmstadt 98). Nur Sascha Hildmann (SG Sonnenhoft Großaspach) hat offenbar den KSC nicht auf dem Schirm.

Die Finanz-Frage

Tatsächlich aber stehen 14 der 20 Vereine stehen auf der Liste der Anwärter. Auch die Magdeburger (12) stehen als Vierter der Vorsaison hoch im Kurs. Dahinter folgt dann schon eine kleine Lücke, ehe der SV Wehen Wiesbaden (6) und dann schon die Preußen (3) kommen. Zudem tauchen auch der VfR Aalen, Hansa Rostock, der FSV Zwickau, der SC Paderborn, der VfL Osnabrück, die SF Lotte sowie die drei Aufsteiger SpVgg Unterhaching, Carl Zeiss Jena und SV Meppen vereinzelt in den Trainer-Prognosen auf.

Leer gehen lediglich der Chemnitzer FC, RW Erfurt, Großaspach, Fortuna Köln und überraschend der Hallesche FC aus. Werder Bremen II als einzige Reserve ist ohnehin nicht aufstiegsberechtigt. Interessant ist, was Aalens Coach Peter Vollmann sagt: „Nicht zuletzt wegen der Unterstützung aus dem Solidarfonds sind die Zweitliga-Absteiger in der Lage, einen höheren Etat auf die Beine zu stellen.“

Auch der Osnabrücker Joe Enochs schlägt in diese Kerbe: „Durch die finanzielle Unterstützung konnten für die Zweitliga-Absteiger konnten der KSC und Würzburg gute und gestandene Spieler holen.“

Bliebe noch die Frage, wie sich Preußen-Coach Benno Möhlmann, von seinen Kollegen mit seinem Team immerhin auf Rang sechs der Favoritenliste befördert, äußert. „Der KSC und Würzburg haben eine gute Ausgangssituation und werden alles daransetzen, sofort wieder aufzusteigen. Was dahinter passiert, bleibt in dieser engen Liga abzuwarten. Wir wollen unsere Leistung weiter stabilisieren und uns in der oberen Tabellenhälfte festsetzen“, so die Einschätzung des Routiniers.

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