Fußball: Bezirksliga Kinderhaus fängt sich rechtzeitig gegen Riesenbeck

Münster -

Eine Zeit lang sah es so aus, als habe Westfalia Kinderhaus den Gast Teuto Riesenbeck nicht ernst genug genommen. Doch dann machten die Münsteraner aus einem 1:2 ein 4:2 und bleiben damit in der Tabelle ganz vorne dabei.

Von Verena Hagedorn
Westfalia-Kapitän Nick Rensing, der hier vor Riesenbecks Niklas Plake am Ball ist, steigerte sich mit seiner Mannschaft im zweiten Durchgang und holte so doch noch die eingeplanten drei Punkte.
Westfalia-Kapitän Nick Rensing, der hier vor Riesenbecks Niklas Plake am Ball ist, steigerte sich mit seiner Mannschaft im zweiten Durchgang und holte so doch noch die eingeplanten drei Punkte. Foto: Markella Moraki

Auf dem Papier war schon vor dem Anpfiff alles klar. Gegen den Vorletzten Teuto Riesenbeck war für Westfalia Kinderhaus ein Sieg fest eingeplant. Doch am Ende kostete der 4:2 (1:2)-Sieg deutlich mehr Mühe als erwartet.

Zunächst lief alles nach Plan. Trainer Frank Busch hat vor jeder Partie einen Matchplan in der Tasche, und der schien aufzugehen, als Moritz Knemeyer nach 26 Minuten für die Führung sorgte. Die Partie hatte von vornherein Tempo. Kinderhaus hatte deutlich mehr Ballbesitz und bestimmte die Partie. Allerdings verkauften die Riesenbecker sich nicht wie ein Kellerkind. Sie zwangen den Gastgeber zu Fehlern, die Abpraller nach den viel zu häufig gespielten langen Bällen kamen oft nicht an. So kam der Ausgleich nicht überraschend. Christian Biermann voll­endete einen Konter unhaltbar für Keeper Tim Pieper (33.). Aber es kam noch schlimmer. Nur vier Minuten später traf Niclas Heilemann nach einer Ecke zur Riesenbecker Führung. Westfalia war konsterniert und hatte das Spiel nicht mehr in der Hand.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich eine in der Körpersprache veränderte Heim­elf. Nach nur drei Minuten in Halbzeit zwei traf Endrit Sojeva zum Ausgleich. Der Ball in den eigenen Reihen lief besser, die Konzentration lag mehr auf fußballerischen Aspekten als darauf, weite Pässe zu schlagen, die nicht ankommen. Und nach knapp einer Stunde kam auch Goalgetter Dominic Tomasso zu seinem Recht. Nach einer kurzen Ecke stand er goldrichtig und vollstreckte zum 3:2 (59.). Die Hausherren ließen Spielfreude durchblicken – verschwunden war die überhebliche Spielweise des ersten Abschnitts. Die größte Chance war eine dreifache, doch weder Luca Jungfermann noch Engin Demirdag und Moritz Knemeyer wollte es gelingen, den Sack zuzumachen (66.). Dafür sorgte Riesenbecks Keeper Philipp Stockmann, der bei einen Abschlag verstolperte und Tomasso einlud, den Endstand herzustellen (77.).

Busch hatte nach dem Abpfiff gemischte Gefühle. „In der ersten Hälfte hätten wir mehr investieren müssen, waren nicht mutig genug, die Körpersprache stimmte nicht. Danach sind wir mit einer anderen Einstellung angetreten.“

Westfalia: Pieper – Rensing, Schwinn, J. Knemeyer (90. Lammerding) – Sojeva, M. Knemeyer – Göbel, Wassmann (65. Neufeld), Demirdag (74. Deitmer), Jungfermann – Tomasso.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4374141?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F