Volleyball: 3. Liga TSC Gievenbeck erlebt Wechselbad mit schlechtem Ende

Münster -

Das hatte sich der TSC Münster-Gievenbeck schon ein bisschen anders vorgestellt. Nicht nur im Ergebnis. 2:3 unterlag der Drittligist dem Gast VSG Ammerland. Es bleibt noch einiges zu tun für den neuen Trainer Axel Büring.

Von Lars Johann-Krone
TSC-Angreifer Leo Große-Westermann setzte sich in dieser Szene gegen den Ammerländer Block durch, in den entscheidenden Phasen unterliefen den Gievenbeckern aber zu viele Fehler.
TSC-Angreifer Leo Große-Westermann setzte sich in dieser Szene gegen den Ammerländer Block durch, in den entscheidenden Phasen unterliefen den Gievenbeckern aber zu viele Fehler. Foto: Lars Johann-Krone

Ein Punkt zum Einstand. Damit hat sich Axel Büring zufriedengeben müssen. Der Trainer des TSC Münster-Gievenbeck unterlag mit seinem Team am Samstag zum Drittliga-Auftakt der VSG Ammerland mit 2:3 (25:20, 24:26, 25:10, 21:25, 10:15). Eine vermeidbare Niederlage.

Die Fehlerquote der Gievenbecker war in der entscheidenden Phase einfach zu hoch. Bis auf 6:7 hatten sich die Gastgeber im Tiebreak nach schwachem Start in den Satz wieder herangekämpft, ehe im Angriff nahezu nichts mehr ging. Frank Ludwig drosch einen Ball ins Netz, Martin Götte einen aus der Mitte ins Aus und auch Thorsten Mühlemeier fand trotz freier Schussbahn nicht das Feld. So zogen die Gäste im fünften Satz bis auf 14:7 davon und hatten die Partie, in der sie zwischenzeitlich hoffnungslos unterlegen waren, noch gedreht (15:10).

TSC dominiert den Start

Der TSC drückte der Partie zunächst seinen Stempel auf. Früh führte das neue Team Axel Bürings mit zehn Punkten. Lediglich zum Ende des Satzes dauerte es etwas, ehe der TSC den Deckel auf den ersten Durchgang machte. Die Angriffe der Gievenbecker waren knackig, die Abstimmung zwischen Block und Abwehr passte. Nichts deutete auf Probleme hin.

„Wir sind allerdings noch nicht stabil genug“, meinte Büring, und seine Mannschaft lieferte den Beweis in Abschnitt zwei. „Es war schon krass, wie wir da im Aufschlag weggebrochen sind“, so Büring. Vor allem in der Schlussphase, als der TSC bis auf einen Punkt an Ammerland dran war, landeten zu viele Bälle im Netz oder Aus. Der Hauptgrund für das 24:26.

Von seiner Sahneseite zeigte sich Gievenbeck dann plötzlich wieder in Abschnitt drei. Die Gäste hatten kein Mittel gegen die Aufschläge des TSC. Passend zum Satz machte Leo Große-Westermann mit einem krachenden Hinterfeldangriff einen Strich unter den dritten Satz.

Lösungen nicht gefunden

Nach dem erneuten Seitenwechsel fiel Gievenbeck allerdings wieder in ein Loch. Die Annahme kam nicht mehr genau genug. Das Spiel verlor an Druck, zudem stabilisierte sich Ammerland. „Respekt für den Gegner, der immer wieder zurück ins Spiel gekommen ist“, lobte Büring, der mitansehen musste, wie seine Mannschaft Satz vier aufgrund einer fehlerhaften Schlussphase verlor. Selbst die Tatsache, dass sein Team zwei gute Sätze spielte, heiterte ihn nicht recht auf. „So geht’s ja nicht“, meinte er. „Die Kunst ist es, eine Lösung zu finden, wenn es mal nicht so läuft. Das haben wir nicht geschafft.“

Bis zum kommenden Sonntag muss der TSC nun an Lösungsstrategien arbeiten. Dann spielen die Gievenbecker das zweiten Spiel beim TV Baden bei Bremen. Der verlor sein erstes Match ebenfalls, mit 0:3 beim Moer­ser SC.

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