Handball: Landesliga Westfalia Kinderhaus offensiv harmlos

Münster -

Da war mehr möglich: 22:24 verlor Landesligist Kinderhaus das Heimspiel gegen Spenge II. Dabei offenbarte die Westfalia vor allem im Abschluss schwächen. Trainer Sebastian Dreiszis sprach Klartext.

Von Maximilian Keldenich
Michael Dreskornfeld  im Anflug. Der Westfalia-Spieler erzielte bei der knappen Niederlage gegen Spenge II zwei Treffer.
Michael Dreskornfeld  im Anflug. Der Westfalia-Spieler erzielte bei der knappen Niederlage gegen Spenge II zwei Treffer. Foto: wh

Immer wieder sprang er von der Bank auf und echauffierte sich über das Spiel seiner Mannschaft. Der neue Trainer von Westfalia Kinderhaus , Sebastian Dreiszis , beklagte vor allem die fehlende Konsequenz im Abschluss: „Ihr müsst euch vor dem Tor mehr konzentrieren“, forderte er von seinen Schützlingen beim Stande von 5:7. Jedoch gelang dies über die gesamte Dauer des Spiels nicht: Unter dem Strich stand eine unnötige 22:24 (9:14)-Heimniederlage gegen den TuS Spenge II. Kinderhaus erwischt damit einen Fehlstart: Aus drei Partien ergatterte das Team lediglich einen Punkt. „Ich habe gesagt, dass der Klassenerhalt unser Ziel ist. Trotzdem können wir damit nicht zufrieden sein“, so Dreiszis.

An der Defensive lag es nicht: Lediglich 24 Gegentore sprechen eine eindeutige Sprache. Doch im Angriffsspiel haperte es insbesondere an der fehlenden Effizienz. Zu häufig feuerten die Spieler von Kinderhaus einfach blind auf das Tor, ohne ihr Visier vorher richtig zu justieren. „Es war fehlende Cleverness im Angriff. Wir müssen den Torwart ausgucken. Daran werden wir gezielt im Training arbeiten“, kommentierte Dreiszis.

9:14 zur Halbzeit

Tatsächlich kassierte Kinderhaus aber auch zu leichte Gegentreffer. Grund dafür waren häufige Ballverluste, die zu einem frühen Rückstand führten. Diesen holte der Gastgeber nie auf, zur Halbzeit stand es bereits 9:14.

Kinderhaus schaffte es nie, eine Serie von Toren zu produzieren. Stattdessen jubelte der Gegner, der zwischenzeitlich mit 17:10 führte. Dennoch schöpfte Dreiszis‘ Team noch einmal Hoffnung, als die Anzeigetafel nach über 24 gespielten Minuten ein 19:20 anzeigte. Doch Kinderhaus kam nicht mehr entscheidend heran gegen einen Gegner, der in den entscheidenden Momenten zur Stelle war. „Hier regiert der TuS“, hallte es schließlich durch die Sporthalle, als das Heimteam schon in der Kabine war.

Westfalia Kinderhaus: Aleff (5), Berger (4), Siering (4), Bieletzki (3), Dreskornfeld (2), Schulz (2), Schulze-Dieckhoff (1), Würthwein (1/1)

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