Fußball: 2. Runde Westfalenpokal Schwinn auf den letzten Drücker für Westfalia Kinderhaus

Münster -

Bezirksligist Westfalia Kinderhaus hat es wieder getan. In der zweiten Runde des Westfalenpokals besiegte das Team von Trainer Frank Busch den Landesligisten SF Bochum-Linden mit 1:0. Das Tor fiel in der Nachspielzeit durch Stefan Schwinn.

Von Thomas Austermann
Resolut gegen Ball und Gegenspieler: Jan Knemeyer klärt in dieser Szene gegen Cederic Otto.
Resolut gegen Ball und Gegenspieler: Jan Knemeyer klärt in dieser Szene gegen Cederic Otto. Foto: Jürgen Peperhowe

Dieser Bezirksliga-Achte setzte sich in der zweiten Runde des Westfalenpokals sehenswert gegen diesen Landesliga-Zwölften durch: Westfalia Kinderhaus kegelte im Heimspiel SF Bochum-Linden mit 1:0 (0:0) aus dem Rennen und wird am 19. November erneut daheim antreten dürfen – gegen den Oberligisten FC Gütersloh . Leichter wird es also nicht, aber noch interessanter.

60 Tage nach dem 2:1 über Westfalenligist Wickede kam Kinderhaus mit der allerletzten Aktion zum Erfolg. Luca Jungfermann trat die finale Ecke auf den ersten Pfosten ins Gewühl und Innenverteidiger Stefan Schwinn , kein Hüne vor dem Herrn, bugsierte den Ball über die Linie. Gästekeeper Dennis Grüger bekam die Hand erst dran, als das Runde die Markierung überschritten hatte. Spielleiter Thorsten Milde (Unna), der sich dem sehenswerten Niveau der Pokalpartie mit souveräner Leitung anpasste, entschied zügig. Dann war Schluss am Kunstrasen und es gab kein Halten mehr beim jubelnden Sieger.

„Endlich haben wir ein Spiel dahin gekippt, wo wir es haben wollten“, strahlte Trainer Frank Busch im Wissen darum, dass in der Liga nicht oft ein solcher letzter Streich gelungen war. „Das war ein starkes Spiel insgesamt, die Bochumer haben in der Zentrale ja zwingend umgeschaltet.“ Die rein aufs Spielerische erpichte Revier-Elf, in deren Reihen Brasilianer und Portugiesen zocken, kam wiederholt und oft über links nach vorne, aber der Abschluss gelang kaum. Oft wurde die eine Station zu viel gesucht. Westfalia-Keeper Tim Pieper war gegen Distanzschüsse auf der Hut, einmal tauchte der schnelle Linksfuß Filho Oliveira de Matos vor ihm auf, ohne ihn überwinden zu können.

Im laufintensiven Duell agierte die Westfalia mindestens auf Augenhöhe, setzte sich aber auch erst nach der Pause vorne in Szene. Und zwar nacheinander durch Dominic Tomasso, dessen Linksschuss den Pfosten touchierte, durch Endrit Sojeva, der per Direktabnahme verzog, sowie durch Jungfermann, der sein Solo gen Tor nicht entschlossen durchzog. Bis zur 60. Minute hätte Kinderhaus führen können.

Bochum glich dann die Spielanteile wieder aus, trickste aber wie gehabt zu oft eher uneffektiv.

Der ausgelaugte Moritz Knemeyer musste raus, Fidan Zeqiri kam für die rechte Seite und Philip Wassmann ging auf Knemeyers Sechser-Position. Die Begegnung stand auf Messers Schneide. Bis zum letzten Eckball – und dann wurde gejubelt.

Westfalia Kinderhaus: Pieper – Göbel, Rensing, Schwinn, J. Knemeyer – M. Knemeyer (65. Zeqiri) – Wassmann (86. Kämmerling), Demirdag, Jungfermann – Tomasso, Sojeva (85. Neufeld).

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