Basketball: Regionalliga Ein perfektes Wochenende für die WWU Baskets

Münster -

Vier Spiele, vier Erfolge: Die WWU Baskets Münster haben ihre Ambitionen beeindruckend untermauert. Fiel das 77:54 in Ibbenbüren noch in die Kategorie „Arbeitssieg“, demonstrierte das Team von Philipp Kappenstein gegen den Mitfavoriten Grevenbroich seine Qualität.

Von Thomas Austermann
Eine treibende Kraft der Baskets war Leo Padberg (r.), der auf dem Weg zum Korb Grevenbroichs James Chute stehen lässt. Am Ende gewann Münster mit 103:84, Münsters Neuzugang machte dabei 17 Punkte.
Eine treibende Kraft der Baskets war Leo Padberg (r.), der auf dem Weg zum Korb Grevenbroichs James Chute stehen lässt. Am Ende gewann Münster mit 103:84, Münsters Neuzugang machte dabei 17 Punkte. Foto: Peter Leßmann

Zwei der vier bisher dreifach siegreichen Erstregionalligateams trafen sich Sonntag zur Kaffeezeit in Münster . Gemütlich wurde es wie erwartet gar nicht, als die WWU Baskets das physisch intensive Duell auf hohem Tempo-Niveau mit den Elephants aus Grevenbroich austrugen und wenig zimperlich mit 103:84 (55:31) gewannen – das Wochenende war perfekt nach dem Arbeitssieg vom Freitag in Ibbenbüren.

Wie gefordert steigerte sich Münster wieder zur gewünschten Konzentration und schaffte es, das Reboundduell gegen die körperlich wahrlich beeindruckenden Dickhäuter nur mit 35:41 zu verlieren. „Das ist fast eine Kunst gegen diese Brocken“, atmete der permanent geforderte Trainer Philipp Kappenstein durch, der ständig die hohe Foulbelastung seiner Center im Auge behalten musste und wiederholt mit wirkungsvoller Rotation reagierte. Tatsächlich sorgten die „Rollenspieler“ für Wirkung und Entlastung. Diese Breite hatte Grevenbroichs international besetzter Kader nicht zu bieten.

Offensiv variabel

Kappenstein sah eine „Schlacht um die Rebounds“ und kein Verzagen von Neuzugang Kai Hänig gegen den 2,05 Meter langen Briten Jasper Chiwuzie. Zudem kontrollierte Gerell Martin als einer der Schnellsten auf den Beinen den unbeugsamen Aufbau-Routinier Farid Sadek gut. Die Baskets agierten offensiv variabler, der Gegner kam lange Zeit nur durchs Innenspiel zu Punkten. Mit Tempo und Dynamik gelang viertelübergreifend ein 15:0-Lauf zum 34:19. „Ich habe darauf gesetzt, dass Grevenbroich so etwas nicht kontern kann bei der schmalen Besetzung.“ Damit lag Kappenstein richtig: „Phasenweise haben wir den Gegner in Grund und Boden gerannt.“ Selbst das verlorene und etwas „dünnere“ dritte Viertel (19:24) endete im Applaus, denn Youngster Tim Kosel gelang per Dreier ein Buzzer ­Beater.

Auch wenn der dribbel- und sprungstarke US-Spieler der Gäste, Sharif Watson, mit 21 Punkten Tagesbester war – Münsters Anselm Hartmann bediente mit überragenden 13 Assists nahezu alle Kollegen. Der defensiv starke Atilla Göknil ersetzte Hänig (fünf Fouls), ehe er selbst raus musste. Mut zum Wurf war niemandem abzusprechen: Von 27 Versuchen zum Dreier trafen elf ins Ziel. – Baskets-Punkte: Martin (21/2 Dreier), Padberg (17/3), Jean-Louis (15/3), J. König (14/2), Hartmann (12), Hänig, Göknil (je 6), Kreutzer, Kunel (je 4), Kosel (3/1), Woltering (1).

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4346420?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F