Fußball: Landesliga Münster 08 weiter on fire

Münster -

Münster 08 hat einen Lauf. Beim 3:0 gegen die TSG Dülmen gewann der Fußball-Landesligist zum dritten Mal in Folge. Gunner Weber war der Mann des Tages.

Von Niklas Sprenger
Mit Händen und Füßen: Nullacht-Mittelfeldspieler Patrick Fechtel (r.) im Zweikampf mit Kilian Reiker.
Mit Händen und Füßen: Nullacht-Mittelfeldspieler Patrick Fechtel (r.) im Zweikampf mit Kilian Reiker. Foto: Wilfried Hiegemann

Nullachts Leistungskurve zeigt mit dem dritten Sieg in Folge steil nach oben. Der 3:0-Erfolg gegen harmlose Gäste aus Dülmen , die nicht einen einzigen Torabschluss zustande brachten, war auch in der Höhe absolut verdient. „Wir waren heute super organisiert und haben den Gegner total neutralisiert“, freute sich Trainer Mirsad Celebic nach Spielende und nahm bestens gelaunt ein gesanglich noch ausbaufähiges Geburtstagsständchen seitens der Mannschaft entgegen.

Sein Landesliga-Team startete im mittlerweile etablierten 3-5-2-System, wobei die Anfangself im Vergleich zur Vorwoche in Person von Sven Annas, Daniel Speerschneider und Joe Breloh auf drei Positionen verändert war.

Weber als Dosenöffner

Der erste Durchgang war trotz viel leidenschaftlicher Führung auf beiden Seiten fußballerisch bestenfalls als Magerkost zu bezeichnen. Nullacht schaffte es nur selten, die dicht gestaffelte Dülmener Defensive zu durchbrechen. Stattdessen prägten unzählige Foulspiele mit darauf folgenden Diskussionen das Geschehen. So war es nicht verwunderlich, dass eine Standardsituation als Dosenöffner herhalten musste: Aus knapp 25 Metern zirkelte Sturmtank Gunnar Weber (36.) das Leder unhaltbar in die Maschen. Beim Torjubel lief der 26-Jährige seinem Coach mit dem vielsagenden Ausruf „Und das war Nummer eins!“ in die Arme. „Gunnar hat mir versprochen, dass er in dieser Saison fünf Freistoßtore erzielt“, erklärte Celebic später.

Seine Jungs liefen im zweiten Abschnitt richtig heiß und spielten die TSG unter der Regie von Ex-Preuße Andre Bertelsbeck phasenweise an die Wand. Folgerichtig wurde die Überlegenheit in Tore umgemünzt: erst verwertete der eingewechselte Patrick Fechtel eine Weber-Flanke mit einem artistischen „Hocken-Kopfball“ (72.), 15 Minuten später traf Kapitän Fabian Stiller per Foulelfmeter. Zuvor ließen Top-Torjäger Dennis Hamsen, diesmal ohne Fortune im Abschluss, und Frederik Schulte beste Möglichkeiten, jeweils vom überragenden Gunnar Weber eingeleitet, liegen.

Rot gegen Behling

Nicht ins Bild passte ein undurchsichtiger Platzverweis für Nulllachts Mark Behling, der Linienrichter hatte wohl eine Tätlichkeit abseits des Balles ausgemacht, kurz vor Schluss.

Nichtsdestotrotz ist die Entwicklung der Kanalkicker beachtlich, speziell die neu formierte Offensivabteilung um Weber, Hamsen, Fechtel und Schulte läuft bereits wie ein Schweizer Uhrwerk. Zudem steht mit Edeltechniker Timo Twachtmann ein weiterer potenzieller Startelf-Kandidat kurz vor der Rückkehr. Man darf gespannt sein, wohin die Reise geht. Am kommenden Donnerstag zunächst zum Kreispokal-Spiel nach Telgte.

Münster : Ostrop – Speerschneider, Grabowski, Annas – Breloh (60. Fechtel), Stiller, Höppner, Schulte, Wäntig – Hamsen (79. Johannknecht), Weber (73. Behling)

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