Basketball: WWU Baskets Münster Arbeitssieg im Derby vor dem Spitzenspiel

Ibbenbüren -

In der 1. Basketball-Regionalliga haben die WWU Baskets Münster das Auswärtsspiel bei den Ballers Ibbenbüren mit 77:54 (46:32) vor 731 Zuschauern gewonnen. Es war der dritte Sieg im dritten Spiel für das Team von Trainer Philipp Kappenstein. Am Sonntag kommt es zum Topspiel gegen Grevenbroich in Münster.

Von Thomas Austermann
Wieder erfolgreich mit dem UBC Münster: Christoph Kunel (11) erzielte drei Punkte.
Wieder erfolgreich mit dem UBC Münster: Christoph Kunel (11) erzielte drei Punkte. Foto: Jan Kappelhof

In der „Hölle Ost“ genannten Spielstätte der Ballers Ibbenbüren kamen die münsterischen Erstregionalliga-Basketballer phasenweise ins Schwitzen. Ob der eigenen Mängel. Die WWU Baskets rackerten aber eifrig genug, um mit dem 77:54 (46:32) in der Spur zu bleiben. Mit dem dritten Saisonsieg im Rücken empfängt der UBC Münster am Sonntag (16 Uhr) in der Unihalle Tabellenführer Grevenbroich. Die BSG gewann am Freitag mit 94:78 gegen ART Düsseldorf und ist ebenfalls noch ungeschlagen.

Trainer Philipp Kappenstein musste seine erste Fünf unfreiwillig früh verändern. Denn im Blitzstart der Baskets bis zum 20:4 verteidigte unter dem Brett der neue Center Kai Hänig eine Idee zu engagiert und bekam schnell das dritte Foul angeschrieben. Der Bankplatz war fortan seiner und Atilla Göknil ersetzte den Routinier nun.

Ibbenbüren hatte zunächst kein Land gesehen, weil Münster unter dem eigenen Korb das Sagen hatte und allenfalls Fernwürfe zuließ. Ballers-Aufbau Chris Hortman nahm sich alleine 13 Würfe bis zur Pause. Der US-Amerikaner schwang sich wie erwartet zum Dreh- und Angelpunkt der Gastgeber. Der eifrige wie motivierte Ex-Münsteraner Andreas Placke mühte sich defensiv gegen Anselm Hartmann oder Marley John Louis ab, blieb aber mit seinen Würfen harmlos.

Ein 10:0-Lauf brachte Ibbenbüren zurück ins Geschäft, jetzt agierten die WWU-Cracks weder defensiv aufmerksam noch sicher im Ballvortrag. Kappenstein wechselte noch häufiger und nahm z. B. mit Stephan Kreutzer und Chris Kunel das zweite Viertel auf. Ibbenbüren hatte längst Lust entwickelt und ließ das gefürchtete schnelle Spiel der Gäste kaum noch zu. Hortman wurde sogar ein Rebound plus Treffer gestattet, aber drei WWU-Dreier besorgten die Pausenführung – Leo Padberg, Gerell Martin und Youngster Tim Kosel trafen nacheinander.

Ein beiderseits ziemlich grauslich geführtes drittes Drittel (11:12) war nicht dazu angetan, die vielen Fans zu begeistern. Es gab Stückwerk hier und Stückwerk dort. Münster traf vornehmlich von der Freiwurflinie und suchte auch gezielt die Aktionen Mann gegen Mann. Hänig war jetzt wieder dabei und wertvoll als großer Spieler, an dessen Reichweite kein Gegner heran kam.

Ibbenbüren durfte nie das Gefühl haben, den WWU Baskets wirklich nahe zu kommen. Weil sich im letzten Viertel Aufbauspieler Stephan Kreutzer aufschwang und erstens aggressiv gegen Hortman verteidigte sowie vorne zwei Dreier versenkte, war er der entscheidend Mann in dieser Phase. Anselm Hartmann waren zuvor Ballverluste unterlaufen, während viele andere zu passiv agierten. Kappenstein sah „einen Arbeitssieg“ mit einer Defense „auf hohem Level“. Für Sonntag sei die Vorstellung dennoch wie „ein Warnschuss“ zu werten.►  Punkte Münster: Padberg (14), König (11), Martin (10), Hänig (9), Jean Louis (9), Kosel (7), Kreutzer (6), Hartmann (5), Kunel (3), Husmann (3).

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4342406?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F