Fußball: Bezirks- bis Westfalenliga BSV Roxel will passende Reaktion zeigen – Herford als Maßstab für TuS Hiltrup

Münster -

In den Oktober starten die Fußball-Westfalenligisten aus Münster. Rein sportlich allesamt auswärts. Vor Ort steht das Bezirksligaderby zwischen Aufsteiger Blau-Weiß Aasee und der Zweiten des 1. FC Gievenbeck im Blickpunkt.

Abwehr-Ass in Hitrup: Manuel Beyer (l.) stärkt die TuS-Kette.
Abwehr-Ass in Hitrup: Manuel Beyer (l.) stärkt die TuS-Kette. Foto: Peter Leßmann

Am ersten Oktoberwochenende sind alle münsterischen Fußball-Westfalenligisten unterwegs und auswärts gefordert. Der TuS Hiltrup wird sich wohl am meisten strecken müssen, wenn er bereits Samstag in Herford antritt.

Auf solche Spiele aber freut sich der ambitionierte Club, der in der „ Münster “-Tabelle noch hinter Roxel und der Preußen-Zweiten rangiert.

Westfalenliga

SC Herford –

TuS Hiltrup (Sa.)

Bereits am Samstag gastiert der TuS beim SC Herford, der als Tabellenvierter drei Zähler mehr als die Hiltruper hat – zuletzt aber 3:5 bei Preußen II verlor. Der TuS dagegen ist seit fünf Partien ohne Niederlage, setzte sich dabei gegen den TuS Haltern (4:2) und bei der SCP-Reserve (3:0) gegen Konkurrenten von Format durch.

Ein paar Spielern kränkeln, sind genervt von der Grippe. Jens Könemann, Michael Fromme, Jonas Wiethölter und Diogo Castro waren daher nur eingeschränkt belastbar. Die zuletzt eingespielte Elf dürfte sich aus sportlichen Gründen nur wenig verändern.

„Herford ist der nächste Maßstab für uns – gegen gute Gegner sahen wir bisher auch gut aus“, sagt TuS-Trainer Carsten Winkler. „Allerdings reicht es definitiv nicht, wie zuletzt gegen Zweckel passiert, den Aufwand zu reduzieren. Wir wollen schnörkellos und mutig agieren.“

Viktoria Heiden –

BSV Roxel (So.)

Konträr zum bisherigen Saisonverlauf gestaltete sich das vergangene Wochenende. Während der gut gestartete BSV, der 13 Zähler hat, 0:3 gegen den SV Spexard verlor, sendete die bis dahin punktlose Viktoria mit dem 6:1-Erfolg beim SuS Bad Westernkotten ein Lebenszeichen.

Die langzeitverletzten Nils Steinkamp und Johannes Francke fehlen Roxel ohnehin, dazu ist das Mitwirken von Kapitän Martin Lambert (Oberschenkelprobleme), Christopher Thomassen (Sprunggelenk) und Fabian Berk (Knie) fraglich – ihre Einsätze entscheiden sich erst kurzfristig. Ganz sicher nicht dabei ist Aljoscha Groß, der im Urlaub ist.

„Unter dem Deckmantel des Erfolges sind die personellen Probleme nicht so aufgefallen, jetzt nach dem 0:3 und vor dem Spiel bei einem wiederbelebten Gegner ist das schon ein kniffliger Zeitpunkt“, wertet Roxels Trainer Stephan Zurfähr. „Ich bin gespannt, wie die Mannschaft reagiert und würde gerne die passende Reaktion sehen. Zumal das für uns eine ganz wichtige Partie ist.“

SV Schermbeck –

Preußen Münster II (So.)

Die Preußen-Reserve kann jeden schlagen, aktuell aber auch noch gegen jeden Gegner verlieren. Da kommt der SV Schermbeck gerade recht. Ein, wie Preußen-Trainer Sören Weinfurtner befindet, zwar unangenehmer Gegner mit hoher Qualität – aber dafür zuverlässig, zumindest im eigenen Stadion: Drei Spiele, drei Niederlagen.

Die Langzeitverletzten Nicolas Grupe und Marcel Lopez Wismer fehlen, Freddy Böhmer sitzt seine Gelb-Rot-Sperre ab. „Wir haben über die beiden sehr schlechten Spiele gesprochen, und die Mannschaft hat zuletzt gegen Herford gezeigt, dass sie verstanden hat“, ist Weinfurtner mit der Einsicht des Kaders einverstanden.

SV Rödinghausen II –

1. FC Gievenbeck (So.)

Mit dem SVR-Team wartet eine Reserve, die eine Ausbildungseinheit darstellt und Fußball nach einem klaren Plan spielt. Die Münsteraner wähnen sich eher in der Außenseiterrolle. Die Leistungsträger Nils Heubrock und Daniel van der Ley fehlen. Fabian Gerick und Yasin Altun gingen angeschlagen aus dem Pokalspiel in Greven (9:0). „Am Sonntag kann alles passieren – aber ich habe mich auch vor dem Spiel gegen Schermbeck gefragt, wie das gehen soll angesichts der Besetzung“, erinnert sich FCG-Trainer Benjamin Heeke nicht ungern an den 4:2-Sieg.

Westfalenliga Frauen

Concordia Flaesheim – Wacker Mecklenbeck (So.)

Sieben Spiele – ein Sieg. Und der datiert vom zweiten Spieltag. Bei Wackers Frauen ist reichlich Luft nach oben. Beim Schlusslicht in Flaesheim sollte was Zählbares drin sein. Kathrin Pels kehrt zurück, dafür weilt Mareike Große-Scharmann im Urlaub. Anna Fuhrmann, Michelle Wichtrup und Lissi Schöler fallen verletzungsbedingt aus. „Tabellarisch könnte es besser sein. Die nächsten beiden Spiele werden zeigen, wohin es geht“, glaubt Wackers Coach Andre Frankrone. „Ein Sieg ist Pflicht.“

Landesliga

SC Münster 08 –

TSG Dülmen (So.)

Die müden Beine zu Saisonbeginn sind gelockert, zuletzt gab es zwei Siege in Serie. Wenn aller guten Dinge drei sind, sollte auch die TSG Dülmen kein Stolperstein sein für die Nullachter. Trainer Mirsad Celebic kann mehr oder weniger aus dem Vollen schöpfen. Einzig Timo Twachtmann fehlt weiterhin mit einer Außenbandverletzung im Sprunggelenk. „Die Entwicklung ist gut, die Stimmung nach den beiden Erfolgen erst Recht“, beschreibt Celebic. „Zu Hause wollen wir einen Dreier nachlegen.“

Bezirksliga

BW Aasee –

1. FC Gievenbeck II (So.)

Der blau-weiße Aufsteiger ist daheim sieglos, ansonsten aber respektabel erfolgreich. Die erforderliche Beachtung schenkt Gievenbeck dem neuen und auf Kunstrasen heimischen Gegner. Aasee setzt darauf, dass Enno Stemmerich, Gerrit Borgers und Julian Kampschulte wie geplant rechtzeitig aus Sri Lanka kommend in Münster sind. Denn spielen sollen sie alle. Führungskraft Kay Göttsch wird dem FCG länger fehlen, Christopher Klimek kann in der Kette spielen, wenn er fit wird.

„Ich schätze den FCG als tolle Truppe ein, die richtig stark spielt“, hat sich BWA-Trainer Costa Fesch live einen Eindruck verschafft. „Die Fluktuation bei uns macht sich bemerkbar, die Reihen lichten sich etwas zu sehr“, bedauert FCG-Spielertrainer Stefan Bischoff, der weiß: „Aasee ist fraglos angekommen in der Liga.“

Preußen Borghorst – Westfalia Kinderhaus (So.)

Auswärts hat die Westfalia in dieser Saison noch keinen Dreier geholt. Höchste Zeit, das in Borghorst zu ändern. Trainer Frank Busch muss einige Veränderungen vornehmen, weil sich Jan und Moritz Knemeyer, Johannes Kämmerling und Michael Lammerding ein verlängertes Wochenende nehmen, um einen Kurzurlaub zu machen.

„Wir wollten das Spiel gern verschieben, das hat nicht geklappt. Nichtsdestotrotz heißt das Ziel, einen Sieg zu landen“, hegt auch Westfalias Co-Trainer Jochen Bisping klare Erwartungen.

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