Handball: Landesliga Nullacht und HSG hoffen auf Derby als Sprungbrett aus dem Keller

Münster -

Das erste Derby der Saison liegt in der Landesliga an. Der Aufsteiger SC Münster 08 erwartet am Sonntag (17 Uhr) die HSG Gremmendorf/Angelmodde, den Vorjahresneuling. Beide zieren aktuell die untere Tabellenhälfte und haben vor allem den Klassenerhalt im Sinn.

Von Thomas Rellmann
Torge Strieth und die HSG hoffen im Derby beim SC Münster 08 auf den ersten Sieg.
Torge Strieth und die HSG hoffen im Derby beim SC Münster 08 auf den ersten Sieg. Foto: Wilfried Hiegemann

Die ganz engen Querverbindungen pflegen der SC Münster 08 und die HSG Gremmendorf / Angelmodde nicht. Aber das Derby (Sonntag, 17 Uhr, Halle Ost) nehmen die beiden Landesligisten natürlich gerne mit. Halt, einen Bezug stellen die beiden Trainer dann doch noch heraus. HSG-Coach Axel Binnenbruck trainierte Nullachter Björn Hartwig einst bei Sparta. „Stimmt, das muss aber zehn Jahre her sein“, sagt der einstige Schützling und Torwart. Zwischen den Pfosten steht auch der einzige Akteur, der für beide Seiten spielte – der Ur-Gremmendorfer Jonas Igelmann ist nun beim Neuling aktiv.

Beide Teams sehen sich im Kampf um den Klassenerhalt – nicht zu Unrecht, wie die Tabelle nach drei Runden belegt. Die HSG ist Vorletzter (ein Punkt), der Innenstadtclub Neunter (zwei Zähler).

„Wegweisend ist die Partie noch nicht, Die Saison ist lang“, sagt Binnenbruck. „Ich hoffe, wir können mithalten“, so der Trainer, dessen Team zwei Mal unter die Räder geriet, zuletzt gegen die SG Sendenhorst aber den ersten Punkt holte. „Aber auch da haben wir gesehen, wie stark Aufsteiger sein können. Und Nullacht läuft zu Hause bestimmt euphorisch auf, hat die Zuschauer im Rücken.“ Für den Vorjahresneuling spricht andererseits: Die drei Pflichtspiel-Vergleiche der Saison 2014/15 gewann die HSG alle mit einem Tor Differenz.

„Zeit, das zu ändern“, findet Hartwig, der nur auf Falko Weiß (Beruf) verzichten muss. Er sieht sein Team als Außenseiter. „Wir sind doch neu in der Liga, und als Trainer habe ich gegen Axel noch nie gewonnen.“

Simon Marchand, der in Bratislava studiert und gegen Sendenhorst neun Mal traf, wird den Gästen diesmal wohl fehlen. Er wäre aber der einzige Ausfall.

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