Fußball: 3. Liga Rühle lauert auf seine Chance im Preußen-Trikot

Münster -

Der Ausfall von Top-Stürmer Adriano Grimaldi trifft die Preußen hart. Doch dahinter lauert mit Tobias Rühle ein weiterer Angreifer, der seine Qualitäten schon bewiesen hat. Nur noch zu selten im Trikot der Münsteraner.

Von Alexander Heflik
Top-Saison in Großaspach, schwerer Stand in Münster: Tobias Rühle (links), hier im Zweikampf mit dem Ex-Osnabrücker David Pisot, kann am Samstag in Aalen seine Qualitäten zeigen.
Top-Saison in Großaspach, schwerer Stand in Münster: Tobias Rühle (links), hier im Zweikampf mit dem Ex-Osnabrücker David Pisot, kann am Samstag in Aalen seine Qualitäten zeigen. Foto: Jürgen Peperhowe

Unlängst erklärte Horst Steffen, dass das mit einer Doppelspitze seiner beiden vermeintlichen Top-Angreifer nicht gehen würde. Denn Adriano Grimaldi und Tobias Rühle seien, so der Übungsleiter des SC Preußen Münster , der gleiche Typus Mittelstürmer, quasi Blaupausen voneinander. Miteinander auf dem Platz könnten sich die beiden durchaus mal im Weg stehen. Und zu solchen Spielern würde ein „Schleicher“, Steffen sagt das in einem anerkennenden Tonfall, wie Jesse Weißenfels besser passen. Einer, der so durch den Offensivbereich schlendert, der lauert und Lücken reißt und Pässe spielt. Grimaldi und Weißenfels entpuppten sich als guter Griff, da lag Steffen zuletzt richtig, weil Grimaldi in vier Partien fünf Mal traf und Weißenfels vier Scorerpunkte (ein Treffer/drei Vorbereitungen) in diesem Zeitraum beisteuerte.

"Die Chance für ­Tobi“

Aber besagter Grimaldi, im Winter vom 1. FC Heidenheim verpflichtet, verletzte sich beim 4:0-Kantersieg über Werder Bremen II. Mindestens drei Pflicht­spiele, gegen die SpVgg. Erkenschwick (Westfalenpokal, 9. Oktober), gegen den SV Wehen Wiesbaden (16. Oktober) und vor allem am Samstag beim Sechsten VfR Aalen wird er fehlen .

„Das ist die Chance für ­Tobi“, meint Steffen und legt sich somit früh auf seinen Mittelstürmer für Samstag fest. „Er hat zuletzt ja auch ansteigende Tendenz gezeigt und das vierte Tor von Sinan Tekerci gegen Bremen mit eingeleitet.“ Ansonsten wäre da nur der 18 Jahre alte ­Tobias Warschewski, der den Grimaldi-Part übernehmen könnte – er ist auf Schnupperkurs in der 3. Liga. Nun also ist Rühle gefordert. ­ Der 25-Jährige wurde von der ­ SG Sonnenhof Großaspach geholt. Ein Transfer, für den Sportvorstand Carsten Gockel viele Schulterklopfer erhielt. Aber Rühle, im „kicker“ für die vergangene Saison in den Top Ten der Feldspieler sowie Zweit­bester bei den Angreifern mit der Durchschnittsnote 2,88 sowie acht Toren und zwölf Assists, zündete nicht bei den Preußen. Jedenfalls noch nicht im Punktspiel­betrieb. Dabei war die Vorbereitung herausragend für ihn verlaufen, nur gute Partien, immer Daumen hoch, Hashtag #ruehlekanns.

Großes Vertrauen in Rühle

„Adriano hatte aufsteigende Form, er war sehr wichtig für uns“, sagt Steffen und hat aber auch großes Vertrauen in Rühle. „Wir werden vielleicht nicht so viele Lücken in der Defensive von Aalen finden wie gegen Bremen.“ Für Rühle, Weißenfels und den Rest der Preußen-Bande wird das wohl ein harter Arbeitstag werden – aber auch eine Chance, die zweite Reihe zu verlassen.

► Denis Mangafic (grippaler Infekt), Bennet Eickhoff ­(Rückenbeschwerden) und Cihan Özkara (Sprunggelenks­verletzung) treten derzeit im Training etwas kürzer.

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