Radsport: Sparkassen-Münsterland-Giro Horstmann und Müller hoffen aufs Podest im German Cycling Cup

Münster -

Die beiden Münsteraner Julian Horstmann und Christian Müller haben am Montag beim Finale des German Cycling Cups die Chance auf den Titel, zumindest aber einen Platz auf dem Podest. Optimal für sie, dass das letzte Rennen quasi vor der Haustür stattfindet.

Von André Fischer
Julian Horstmann setzt auf ein spannendes Finish.
Julian Horstmann setzt auf ein spannendes Finish. Foto: Erich Hammerschmidt/privat

Die „Zwei“ – das sind in den 70er Jahren Roger Moore und Tony Curtis, die als Lord Brett Sinclair und Danny Wilde diverse Kriminalfälle lösen. Zwei höchst unterschiedliche Charaktere mit der Vorliebe, fiese Gauner hinter Schloss und Riegel zu bringen. Als die britische Kultserie abgedreht wird und Fernsehgeschichte schreibt, sind Julian Horstmann und Christian Müller noch nicht geboren. Selbst wenn sie mit den TV-Helden von einst wenig gemein haben, schlüpfen beide am Montag zumindest aus münsterischer Sicht in die (Haupt-)Rolle der „Zwei“ – des Duos, das sich im Rahmen des German Cycling Cups (GCC) berechtigte Hoffnungen auf das Gelbe Trikot machen darf. Horstmann als Zweiter der Gesamtwertung, Müller als Dritter. Vor dem Schloss fällt also die Entscheidung beim großen Finale über 140 Kilometer des Sparkassen Münsterland Giro.

Das wird ein fettes Heimspiel für die beiden 28-Jährigen – mit Genussfaktor. „Viele Freunde und Bekannte sind an der Strecke, das wird ein großes Ding“, weiß Horstmann, der für das Team Bürstner-Dümo Cycling fährt. Und Müller (Merkur Cycling) fügt mit einem Lächeln hinzu: „Die Strecke kenne ich in- und auswendig. Das wird ein Spaß.“ Einer, der allerdings keinen Spaß versteht, ist Manuel Kirfel, Teamkollege von Horstmann. Der thront aktuell mit 2881 Punkten über allen anderen im GCC-Ranking. Aber in Sicherheit kann er sich nicht wiegen: Nur 26 Zähler liegt er vor Julian Horstmann (2855), 58 Punkte vor Christian Müller (2823). „Alles ist möglich“, glaubt Horstmann, der 2013 als Zweiter schon dicht vor dem Coup stand – ein Riesenerfolg für das Mitglied des RSV Münster .

Als amtierender Amateurweltmeister im Zeitfahren geht Müller ins Rennen. Goldenes Edelmetall sicherte er sich im August nach seinem globalen Abenteuer in Perth (Australien). „Das war der Wahnsinn“, gesteht er. Manchmal muss er sich auch Wochen nach dem Triumph noch kneifen. Im Straßenrennen belohnte er sich außerdem mit Bronze. Sollte er es tatsächlich schaffen, doch noch auf das oberste Treppchen zu springen, würde er es seiner Lebensgefährtin Katharina Venjakob gleichtun. Die semiprofessionelle Bundesliga-Fahrerin (Maxx-Solar) dominierte 2014 und 2015 die Rennserie nach Belieben und krönte eine bislang eindrucksvolle Karriere.

Es wird spannend. Die „Zwei“ werden am Montag eine tragende Rolle spielen – das steht fest.

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