Berlin-Marathon LSF-Läufer David Schönherr hält Wort

Münster -

David Schönherr hat alles falsch gemacht, zumindest aus rein touristischen Gesichtspunkten: Der Münsteraner ist in einem Tempo durch Berlin gehetzt, das die Sehenswürdigkeiten im Konturenflug nur so vorüberglitten. Zufrieden war der Dauerläufer des LSF Münster dennoch – und zwar hoch ...

Der Schnellste aus der LSF-Riege war David Schönherr (M.), der den Berlin-Marathon in 2:26:52 Stunden beendete. Gut unterwegs waren zudem (v.l.) Damian Kaminski, Henning Petzka, Yannick Rinne und Marcel Machauer.
Der Schnellste aus der LSF-Riege war David Schönherr (M.), der den Berlin-Marathon in 2:26:52 Stunden beendete. Gut unterwegs waren zudem (v.l.) Damian Kaminski, Henning Petzka, Yannick Rinne und Marcel Machauer. Foto: LSF

David Schönherr hat seinen Worten Taten folgen lassen. Beim Berlin-Marathon wollte der Läufer der LSF Münster seine Bestzeit von 2:28:02 Stunden verbessern und hatte eine Marke von 2:27 Stunden ausgerufen. Und Schönherr glückte eine Punktlandung, nach 2.26:52 Stunden überquerte er die Ziellinie.

In Top-Form war der 27-Jährige nach Berlin gereist, wo er eindrucksvoll seine derzeitige Verfassung unter Beweis stellte. Sehr diszipliniert hielt er sich an einen Schnitt von 3:30 Minuten pro Kilometer – auch weil er 5000 Meter vor dem Ziel noch einmal zulegen konnte und es schaffte, auf dem Weg zum Brandenburger Tor die Kilometerzeit bei 3:29 Minuten zu halten. Platz 60 war beim Sieg des Äthiopiers Kenenisa Bekele, der in 2:03:03 Stunden den Weltrekord um sechs Sekunden verpasste, aller Ehrenwert, Schönherr wurde zudem achtbester Deutscher.

Sein Vereinskollege Yannick Rinne schraubte in seinem erst zweiten Marathon seine – allerdings unter schwierigen Bedingungen in Miami – aufgestellte Premierenzeit um sechs Minuten. Dabei war die zweite Hälfte schneller als die erste, auf den letzten beiden Kilometern legte er einen fulminanten Schlussspurt hin und war letztlich nach 2:32:33 Stunden im Ziel. Gemeinsam mit Henning Petzka, der mit 2:35:23 Stunden durchkam, unterboten Schönherr und Rinne den Vereins- und Kreisrekord für Marathonmannschaften von 7:39:22 Stunden – aufgestellt 2015 in Hamburg mit Schönherr, John Kuhlmann und Petzka – auf 7:34:48 und damit um fast fünf Minuten.

Die LSF-Starter Marcel Machauer (2:41:01 Stunden), Damian Kaminski (2:43:52), Michel Hanke­meier (2:48:13), Matthias Nowack (2:49:49) und An­dreas Kösters (2:49:58) blieben wie auch Michael Weste (2:58:21) unter drei Stunden.

Schnellste Frau der Laufsportfreunde wurde Eva Schönefeld. Sie blieb in 3:30:01 Stunden um eine Minute unter ihrem bisherigen Top-Wert, verpasste aber um zwei Sekunden die 3:30er-Marke. Silvia Sprenger verbesserte sich in ihrem zweiten Marathon um 15 Minuten auf 3:37:45 Stunden.

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