Fußball: Westfalenliga Gievenbeck trotzt Personalnot und schlägt Schermbeck

Münster -

Dieser Sieg tat gut. Trotz echter Personalnot bezwang der 1. FC Gievenbeck den Oberliga-Absteiger SV Schermbeck daheim mit 4:2. Damit setzten sich die Münsteraner erst mal von den Abstiegsrängen ab. In den Fokus spielten sich auch junge Akteure, die bislang meist in der Reserve aufliefen.

Von Max Keldenich
Das 1:0 für den 1. FC Gievenbeck: Fabian Gerick zieht ab, Schermbecks Kapitän Tuncay Turgut kommt zu spät.
Das 1:0 für den 1. FC Gievenbeck: Fabian Gerick zieht ab, Schermbecks Kapitän Tuncay Turgut kommt zu spät. Foto: Wilfried Hiegemann

Es ist eine besondere Situation, wenn Spieler in ziemlich großer Zahl ausfallen. Selbst Spitzenmannschaften geraten dadurch in arge Turbulenzen. Auch Benjamin Heeke , Trainer des 1. FC Gievenbeck , musste gegen den SV Schermbeck auf gleich zehn Spieler verzichten. Nach dem eher mäßigen Start mit vier Punkten aus sechs Spielen stand das Team aber gegen den Absteiger in der Pflicht und meisterte diese Aufgabe mit Bravour. Völlig verdient siegte der FCG zu Hause mit 4:2 (1:1). „Die Leistung ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Ich konnte der Mannschaft auch in der Halbzeit keinen Vorwurf machen. Es wären allerdings ein paar Tore mehr drin gewesen“, sagte Heeke.

Tatsächlich entschloss er sich angesichts der vielen Ausfälle zu einer „Flucht nach vorn“. Mit Maximilian Brüwer und Janes Niehoff schickte er zwei Akteure aus dem Bezirksliga-Team ins Rennen. Beide sollten aus dem Mittelfeld heraus das Offensivspiel ankurbeln und machten ihre Sache mehr als ordentlich. In einer flexiblen 4-3-3-Ordnung, die mitunter zu einem 3-4-3 umfunktioniert wurde, zeigten die beiden Neulinge keine großen Anpassungsprobleme.

Die variable Taktik erklärte Heeke so: Wichtig sei die defensive Stabilität, offensiv verfolge man jedoch keinen genauen Plan. Die Freiheiten im Angriff nutzten seine Spieler zu einigen guten Aktionen. Nach einem Ballverlust in der Schermbecker Deckung schaltete Fabian Gerick am schnellsten und erzielte die 1:0-Führung (8.). Diese währte allerdings nicht lange: Marc Schröter profitierte von einem Patzer von Eric Sabe und schob zum 1:1 ein (12.). Auch auf der Gegenseite waren solche Szenen keine Seltenheit. Brüwer konnte daraus aber kein Kapital schlagen, weil er an Torhüter Jason Rudolph scheiterte (35.).

Das 1:1 zur Pause war Gievenbeck zu wenig. Die Mannschaft ließ deshalb Taten sprechen. Nach Vorlage von Daniel von der Ley fasste sich Janes Niehoff ein Herz und traf mit einem herrlichen Schlenzer zur 2:1-Führung (47.). Gievenbeck hatte nun Oberwasser und nutzte seine spielerische Überlegenheit: Gerick setzte sich auf der linken Seite durch und bediente dann Brüwer, der mühelos einschob – das 3:1 (61.).

Im Anschluss verpasste der FCG bei einigen Kontersituationen die Entscheidung und musste sogar noch den Anschlusstreffer von Schröter schlucken. So dauerte es bis zur 87. Minute, ehe klare Verhältnisse herrschten. Der sehr agile Yasin Altun legte für Gerick auf, der zum umjubelten 4:2-Endstand traf.

FCG: Eschhaus – Sabe, Franke, Bezhaev, von der Ley – Heubrock (88. Strothmann), Natrup, Brüwer (77. Göttsch) – Altun, Gerick, Niehoff.

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