Basketball: 1. Regionalliga WWU Baskets zerlegen Dorsten im Top-Spiel

Münster -

Ein Sieg im Top-Spiel gegen die BG Dorsten war das Ziel der WWU Baskets Münster. Einen Kantererfolg dieser Marke hätten sie aber keineswegs erwartet. 110:67 – dieses Ergebnis stand am Ende auf der Anzeigetafel. Alles richtig gemacht.

Von Thomas Austermann
Anselm Hartmann (r.) war der Boss auf dem Feld – hier sehen sein fast genauso erfolgreicher Kollege Kai Hänig (M.) und Dorstens Matevz Magusar zu.
Anselm Hartmann (r.) war der Boss auf dem Feld – hier sehen sein fast genauso erfolgreicher Kollege Kai Hänig (M.) und Dorstens Matevz Magusar zu. Foto: Wilfried Hiegemann

Was für eine Ansage! Gleich im ersten Regionalliga-Heimspiel rissen die WWU Baskets die Fans mit, düpierten den Gegner und schickten einen Gruß an die gesamte Liga. Mit 110:67 (60:32) wurde die BG Dorsten förmlich deklassiert. Von den zum Saisonauftakt üblichen Startschwierigkeiten war nichts zu sehen – wohl aber wurde deutlich, wie wirkungsvoll sich der aufstiegswillige Club verstärkt hat. Alle drei Neuzugänge gefielen mit ihren unterschiedlichen Tugenden und fügten sich allürenfrei ins homogene Team ein.

Die Baskets haben intensiv an einem Plus im Abwehrverhalten gearbeitet und belegten gleich, die neuen Defense-Varianten sowie das härtere Auftreten verinnerlicht zu haben. Und sie machten ein Höllentempo in der Überzeugung, dem Gast die Luft nehmen zu können, weil der die Verantwortung auf deutlich weniger Schultern verteilen kann. „So eine Quote gegen eine der besten Offensivmannschaften der Liga, das ist eine Marke“, strahlte Trainer Philipp Kappenstein , der dank der großen Überlegenheit allen zwölf Spielern Matchpraxis gab und auch den Männern auf der Bank signalisierte, dass er alle brauchen wird beim Marathon durch die nächsten Monate. „Ich wüsste nicht, dass wir jemals 110 Punkte gemacht haben“, wähnte er die Ausbeute auf Rekordniveau. Und lobte die breite Bereitschaft aller: „Wir sind permanent fokussiert geblieben. Da hat sich niemand ausgeruht.“

Einmal mehr avancierte Aufbau Anselm Hartmann zum überragenden Akteur des Abends, der „nur“ 27 Minuten spielen musste. Der Regisseur bestimmt, was wann gespielt wird, setzt die Pässe und zieht selbst zum Korb. Mit einer einfach bestechenden 80-prozentigen (Feld-)Ausbeute zu seinen 24 Punkten trug er erheblich zur Effektivität der Baskets bei, die imponierende 60 Prozent ihrer Versuche ins Ziel brachten. Nur in den ersten Minuten war Münster nervös, dann setzte Gerrell Martin seine ersten Dreier, und Dorsten geriet ins Hintertreffen. Der US-Zugang bringt Tempo ins Spiel, Center Kai Hänig die notwendige Portion Physis. Wie Jan König fischte der hellwach-sachliche Schlaks acht zweite Bälle. Mit 38:16 ging das Reboundduell deutlichst an die WWU-Truppe. Nach dem ersten Viertel (27:17) flog das Team regelrecht weg bis zum 60:32-Pausenstand, weil Hartmann und Martin schnelle Attacken umsetzten und mit Fernwürfen trafen. Später war es der spielerisch überzeugende Leo Padberg, der als dritter Neuer auffiel und klug wie wurfstark auftrat. Kappenstein dachte schon weiter nach dem 28:15 im dritten Viertel und schickte dann jene aufs Feld, die zunächst von der Bank aus den Etablierten vorbildlich applaudiert hatten.

WWU Baskets : Hartmann (24 Punkte), Martin (23), Hänig (18), J. König, Padberg (je 13), Jean-Louis (7), Kreutzer (5), Kosel, Kunel, Woltering (je 2), Husmann (1).

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