Rad: 11. Sparkassen-Münsterland-Giro Die Mischung macht’s beim Giro durch die Region

Gronau -

Jetzt werden die Tage rückwärts gezählt. Am 3. Oktober steigt die elfte Auflage des beliebten Radsportspektakels im Münsterland. Nach wie vor liegt das Event hoch im Kurs bei allen Aktiven, das belegen Jahr für Jahr eindrucksvoll die Anmeldezahlen.

Von André Fischer
In Gronau spielt am 3. Oktober die Musik – zumindest beim Start der Profis vor dem Rock’n’Pop-Museum: Münsters Radprofi Fabian Wegmann (links) freut sich auf ein Heimspiel, „Macher“ Rainer Bergmann auf ein packendes Finish vor dem Schloss.
In Gronau spielt am 3. Oktober die Musik – zumindest beim Start der Profis vor dem Rock’n’Pop-Museum: Münsters Radprofi Fabian Wegmann (links) freut sich auf ein Heimspiel, „Macher“ Rainer Bergmann auf ein packendes Finish vor dem Schloss. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Rüffel des Weltverbandes UCI dürfte die Organisations-Crew weit nach dem Akt am 3. Oktober erreichen. „Aber damit können wir leben“, sagt Rainer Bergmann. Der „Macher“ des Sparkassen-Münsterland-Giro weiß, dass das Streckenprofil der elften Auflage erneut äußerst anspruchsvoll ist – aber das ist nicht das Problem. Vielmehr ist es die Distanz von gut 215 Kilometern. 200 sind bei diesen Profi-Rennen offiziell vorgeschrieben. Sanktionen sind trotzdem nicht zu erwarten. Allenfalls eine Bemerkung im Abschlussbericht der UCI. „Das ist es uns wert. So haben wir zumindest die Interessen aller Kommunen gewahrt“, so Bergmann.

Und die sind knapp zwei Wochen vor dem Start in heller Vorfreude, wenn die Welle der Begeisterung einmal mehr durch die radsportbegeisterte Region schwappt. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe hat im Vorfeld schon mal eine Wetter-App bemüht, um auf Schönwetter zu machen: „18 Grad, acht Sonnenstunden – das klingt doch vielversprechend für den Tag der Deutschen Einheit .“ Besser geht’s kaum. „Der Rainer Bergmann wird seine Drähte nach oben aktiviert haben“, glaubt Lewe zu wissen. Er selbst sitzt wie 2015 nicht selbst im Sattel bei den Jedermännern. Die Terminlage lasse das nicht zu, sein Trainingszustand schon. Neun Kilometer radelt der 51-Jährige jeden Morgen von daheim zum Rathaus – „das gehört zum Lebensgefühl eines Münsteraners dazu“.

Dass das Event nach wie vor ein Magnet ist, belegen die nackten Zahlen. 3481 Anmeldungen liegen für die Jedermann-Rennen vor. Tendenz steigend. Nicht unmöglich, dass 2016 abermals ein Rekord pulverisiert wird. Bis zum 23. September besteht die Chance, sich anzumelden. Danach werden bis zum Erreichen des Limits von 1750 Teilnehmern pro Strecke aber noch Nachmeldungen angenommen. Einzig in der Frauen-Quote ist reichlich Luft nach oben. „Wir bewegen uns weiter im Rahmen von zehn Prozent“, sagt Cornelia Wilkens, die Sportdezernentin der Stadt Münster. Stabil – aber ausbaufähig.

Dafür ist der Girolino, der Fahrspaß für Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren, gleich doppelt ausgebucht. Und auch der Kids-Cup platzt aus allen Nähten. „Hier läuft die Kette rund“, so Dr. Uwe Koch, Pressesprecher der Sparkasse Münsterland Ost. Er betonte zugleich, dass der Giro „längst zu einem Botschafter für eine aktive und lebenswerte Region geworden ist“ ohne jedwede Abnutzungserscheinung. Vielmehr „ein Flaggschiff mit ganz viel Breite“.

Beim Sportamt der Stadt Münster liegen sie knapp zwei Wochen vor dem Giro in den letzten Zügen. „Wir werden keine unruhigen Nächte haben. Das Team ist mittlerweile so eingespielt, da geht vieles leicht von der Hand.“ Ins Schwitzen werden demnach nur noch die Aktiven unterwegs kommen. Getreu dem Motto: „Schweiß ist Schwäche, die den Körper verlässt“. Ganz gleich ob auf der Profi-Schleife oder bei den Angeboten für die breite Masse. Die Mischung macht’s eben.

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