Fußball: Der 38. Volksbankcup des SC Arminia Ochtrup Werder Bremen bleibt seiner Linie treu

Ochtrup -

Beim Volksbankcup des SC Arminia Ochtrup geben die besten U-15-Fußballer des Landes ihr Stelldichein. Dazu gehört auch Werder Bremen. Die Nordlichter sind berühmt für ihre Jugendarbeit und haben in dieser Saison einige „Rohdiamanten“ in ihren Reihen.

Von Heiner Gerull
Moin, Werder: Die U 15 des Bremer Traditionsvereins reist als ungeschlagener Spitzenreiter der Regionalliga Nord nach Ochtrup an.
Moin, Werder: Die U 15 des Bremer Traditionsvereins reist als ungeschlagener Spitzenreiter der Regionalliga Nord nach Ochtrup an. Foto: Werder Bremen

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am 28. Januar findet in den beiden Ochtruper Hallen am Schulzentrum die 38. Auflage des Junioren-Fußballturniers um den „Volksbankcup“ statt. Das Teilnehmerfeld ist gespickt mit zwölf hochkarätigen Nachwuchsteams der Altersklasse U 15 aus ganz Deutschland und den Niederlanden. Um den Turniersieg bewirbt sich auch Werder Bremen.

Möglichst vielen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in den Profibereich zu ermöglichen, war stets ein besonderes Anliegen des hanseatischen Traditionsvereins. Zwischenzeitlich gab es zwar Durst­strecken. Grundsätzlich jedoch bleibt Werder seiner Linie treu. Und wenn die U 15 der Grün-Weißen am 28. Januar in Ochtrup aufläuft, kann es gut sein, dass auch der eine oder andere Star von morgen zu sehen sein wird. „Wir haben drei, vier Spieler dabei, das sind Rohdiamanten. Wir sind gespannt, wie die sich entwickeln“, sagt U-15-Coach Björn Dreyer.

In der Tat lässt der Auftritt des Werder-Nachwuchses einiges erwarten. Denn dass in diesem Jahrgang tatsächlich einige „gute Jungs“ mitwirken, lässt schon der Blick auf die Tabelle der Regionalliga Nord erahnen. Die weist die Bremer als ungeschlagenen Spitzenreiter aus. Wobei der Umstand, dass Werder auch das prestigeträchtige Derby gegen den Hamburger SV mit 2:1 gewann, doppelt zählt. „Derbysiege“, das gilt auch für die U 15, „sind immer schön“, sagt Dreyer. Und wenn solch ein Triumph zudem die alleinige Tabellenführung mit sich bringt, erhalten Siege wie der gegen den HSV das Prädikat „besonders wertvoll“.

Wenn es darum geht, die besonderen Stärken der Mannschaft zu benennen, dann formuliert Björn Dreyer Attribute, die seit jeher für den Fußball Marke „Werder“ stehen. „Unsere Mannschaft lebt von ihrer Mentalität, ihrem Willen und ihrer Lernbereitschaft“, sagt der 28-Jährige.

Dreyer lebt diese Prinzipien, denn er selbst spielte einst für den Bremer Nachwuchs und schaffte 2008 den Sprung in Werders U 23, für die er allerdings nur eine Saison aktiv war. Nach weiteren Stationen im Bremer Umfeld beendete er 2013 seine aktive Laufbahn. Seine Trainerlaufbahn begann er bei Eintracht Braunschweig, ehe er 2015 Werders U 15 übernahm.

Werder Bremen ist einer Stammgäste beim Volksbankcup. „Wir kommen gerne nach Ochtrup, weil es ein Tagesturnier mit vielen guten Mannschaften ist“, erläutert Dreyer. Zudem kennen sich Werders Nachwuchscoach und der ehemalige Cheforganisator Paul Schomann von Sichtungslehrgängen. Dreyer hat die Fahrt ins westliche Münsterland nie bereut, weil das Turnier sehr gut organisiert sei. „Es macht einfach Spaß, hier zu spielen.“

Spaß werden die Grün-Weißen sicherlich auch den vielen Zuschauern in der Halle bereiten. Allein schon deshalb, weil die Wahrscheinlichkeit, die Nachfolger aktueller Werder-Profis wie Maximilian Eggestein, Philipp Bargfrede und Max Kruse, die allesamt der Werder-Jugend entstammen, zu erleben, durchaus gegeben ist.

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