Fußball in der Damen-Bezirksliga Spitzenreiter 1. FC Nordwalde wackelt in Langenhorst ein wenig

Ochtrup/Nordwalde -

Die SpVgg Langenhorst/Welbergen hat dem 1. FC Nordwalde das Leben richtig schwer gemacht. Lange Zeit begegneten sich der Tabellenvorletzte und der Spitzenreiter auf Augenhöhe. Doch Mitte der zweiten Hälfte stellten die Gäste die Weichen auf Sieg.

Von Marc Brenzel
SpVgg-Trainer Christian Löbbering sowie die beiden Nordwalder Zwillinge Sabrina (l.) und Sandra Thiemann waren sich einig, ein gutes Spiel gesehen zu haben.
SpVgg-Trainer Christian Löbbering sowie die beiden Nordwalder Zwillinge Sabrina (l.) und Sandra Thiemann waren sich einig, ein gutes Spiel gesehen zu haben. Foto: 1. FC Nordwalde

Die Fußballerinnen des 1. FC Nordwalde bleiben in der Bezirksliga das Maß aller Dinge. Am Sonntag feierten die Blauen mit dem 3:1 (1:1)-Erfolg im Kreisderby bei der SpVgg Langenhorst /Welbergen ihren neunten Sieg im neuen Punktspiel.

Der stand allerdings zeitweise auf wackeligen Füßen, denn die Gastgeberinnen waren keineswegs schlechter. „Langenhorst ist generell ja auch keine schlechte Mannschaft. Mich wundert sowieso, warum die Truppe in diesem Jahr so weit unten in der Tabelle steht“, meinte Nordwaldes Co-Trainer Tim Lambers.

Dessen Elf ging in der elften Minute nach einer schönen Einzelleistung von Anne Markmann verdient in Führung. Doch danach entpuppte sich die SpVgg als gleichwertiger Gegner. „Obwohl ich einige Umstellungen vornehmen musste, haben wir richtig guten Fußball gespielt. Wir waren keineswegs schlechter als der Spitzenreiter“, freute sich Langenhorsts Trainer Christian Löbbering über einen beherzten Auftritt seiner Truppe.

Daher war das 1:1 durch Corinna Rüschoff auch verdient. Die Stürmerin ließ vier Gegenspielerinnen stehen und schloss dann überlegt mit einem Schuss in die lange Ecke ab (39.). „Das war so ein Treffer, wie ihn Arjen Robben in der Bundesliga für die Bayern schießt“, erklärte Löbbering.

Mitte des zweiten Abschnitts stellte der FCN innerhalb von vier Minuten die Weichen auf Sieg. Anna-Maria Spieker, die ansonsten bei Maren Lenfert in besten Händen war, wurde in einem Laufduell der beiden im Strafraum regelwidrig gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Spieker mit etwas Glück zum 2:1 (60.). Als kurz danach Lena Markmann von einer Unstimmigkeit in der Langenhorster Abwehr profitierte und das 3:1 erzielte (64.), befand sich der Tabellenführer auf einem guten Weg.

Doch die Schwarz-Gelben waren nicht bereit, das Handtuch zu werfen. Im Gegenteil: Sie steigerten ihr Engagement und besaßen durch Rüschoff die große Chance, auf 2:3 heranzukommen. Ihr Heber segelte aber am Tor vorbei (82.).

„Fällt da der Anschlusstreffer, hätten wir vielleicht die zweite Luft bekommen, und es wäre noch mal ein bisschen enger geworden“, so Löbbering.

Ähnlich sah es Lambers: „Die Langenhorsterinnen hatten noch einige gute Gelegenheiten. Aber wir hatten das Glück auf unserer Seite. So ist das nun einmal, wenn man in der Tabelle oben steht.“

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