Das Top 24-Ranglistenturnier der Westdeutschen Tischtennisjugend in Wadersloh Tischtenniskrimi mit Überlänge

Burgsteinfurt/Ochtrup -

Yorrick Michaelis (TB Burgsteinfurt) und Dominik Gust (Arminia Ochtrup) haben beim Top 24-Ranglistenturnier der Westdeutschen Tischtennisjugend in Wadersloh für ein ganz besonderes Spiel gesorgt. Letztlich entschied der Burgsteinfurter einen echten Krimi in Überlänge für sich. Doch Gust ließ sich im weiteren Turnierverlauf davon nicht beeindrucken.

Von Marc Brenzel
Yorrick Michaelis vom TB Burgsteinfurt buchte mit dem fünften Rang in Wadersloh das Ticket für das Top 12-Turnier.
Yorrick Michaelis vom TB Burgsteinfurt buchte mit dem fünften Rang in Wadersloh das Ticket für das Top 12-Turnier. Foto: Thomas Strack

Beim Top 24-Ranglistenturnier des Westdeutschen Tischtennisverbandes in Wadersloh machten zwei Jugendspieler aus dem Kreis Steinfurt nachhaltig auf sich aufmerksam. Yorrick Michaels, Neuzugang beim NRW-Ligisten TB Burgsteinfurt , beendete den Wettbewerb auf einem beachtlichen fünften Platz. Dominik Gust vom SC Arminia Och­trup landete auf dem 13. Rang.

Schon in den Gruppenspielen trafen Michaelis und Gust aufeinander. Gust hatte zuvor für Furore gesorgt, als er den für den Regionalligisten TTC RG Porz spielenden Christian Kaltchev überraschend mit 3:0 geschlagen hatte. In dem Duell des Burgsteinfurters mit dem Ochtruper war klar, dass nur der Sieger sich für die Runde der besten Zwölf qualifizieren würde.

Und dann entwickelte sich eine Partie, die an Spannung nicht zu überbieten war. „So ein Spiel habe ich noch nie mitgemacht. Das war einfach unglaublich“, meinte Gust. Nach vier hart umkämpften und knappen Durchgängen ging es in den Entscheidungssatz, den Michaelis mit 22:20 für sich entschied. In der Verlängerung erwiesen sich beide Akteure als ungeheuer aufschlagstark, wobei Gust immer vorlegte. Letztlich war es der Stemmerter, der hauchdünn die Nase vorne hatte. „Beide hatten im fünften Satz wohl ein bisschen Angst zu gewinnen“, versuchte Michaelis den Tischtenniskrimi mit Überlänge zu analysieren.

Für Michaelis, der Anfang Juli beim Top 32 in Rödinghausen Platz sieben belegt hatte, war damit klar, dass er das Ticket für das Top 12-Turnier schon in der Tasche hatte.

Dementsprechend locker ging der TB-Neuzugang in die K.o.-Runde um die Ränge fünf bis zwölf. Dort besiegte Michaelis nacheinander Cedric Görtz (3:2), Til Hübner (3:2) und Jörn Steinwachs (3:1). Dass Michaelis tags zuvor noch für die Burgsteinfurter Herren im Spiel gegen Brackwede II an der Platte stand, machte sich nicht bemerkbar. „Ich habe im Vorfeld halt ein bisschen was für meine Kondition getan“, erklärte der 17-Jährige.

Eine ähnliche Serie legte Gust, der um die Ränge 13 bis 20 spielte, hin. Sebastian Geifenberg (2:3), Dominik Schröder (1:3) und Dejan Leon Hoheisel (0:3) mussten dem Ochtruper gratulieren. Bei seinem Siegeszug musste Gust vor allem mental über sich hinauswachsen. „Nach der unglücklichen Niederlage gegen Yorrick, die mich den Einzug unter die besten Zwölf gekostet hat, war es gar nicht so einfach, sich wieder neu einzustellen. Dass mir das so gut gelungen ist, davon war nicht unbedingt auszugehen. Mit Platz 13 kann ich leben. Damit habe ich mich im Vergleich zum Top 32 um vier Ränge verbessert“, so der Linkshänder.

Im aktuellen Ranking liegt der Armine auf Platz 14 und darf sich daher noch Hoffnungen machen, als Nachrücker beim Top 12, das am Sonntag erneut in Wadersloh stattfindet, anzutreten. „Zwei Leute vor mir müssen absagen, einer davon hat schon verzichtet. Mal gucken, ob es noch reicht. Es wird auf jeden Fall eng“, prophezeit Gust.

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